Fußball Bundesliga
Lautern gegen Mönchengladbach unter Zugzwang

Der 1. FC Kaiserslautern will sich heute (17.30 Uhr/live bei Premiere) mit einem Sieg über Borussia Mönchengladbach wieder an die Nicht-Abstiegsplätze herankämpfen. Arminia Bielefeld empfängt derweil den 1. FC Nürnberg.

Zwar hat man in der Pfalz die Hoffnungen auf einen Verbleib in der Bundesliga noch nicht aufgegeben, die Planungen für Liga zwei laufen jedoch bereits: Der akut abstiegsbedrohte 1. FC Kaiserslautern steht vor dem richtungsweisenden Duell gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Premiere) am Scheideweg. Derweil soll die Verpflichtung von Marc Wilmots als Sportdirektor unabhängig vom Klassenerhalt noch in der kommenden Woche über die Bühne gebracht werden.

"Natürlich müssen wir auch den Fall der Fälle bei den angelaufenen Planungen für die kommende Saison bedenken. Alles andere wäre blauäugig", sagte Lauterns Trainer Wolfgang Wolf. Der medizinischen Abteilung sprach Wolf nach der Fehldiagnose bei Talent Fabian Schönheim, der erneut ausfallen wird, bereits am Freitag jegliches Erstliga-Niveau ab: "Es kann nicht sein, dass ein Spieler zwei Wochen lang auf eine Zerrung hin behandelt wird und dann stellt sich heraus, dass er einen Muskelfaserriss hat. Wir spielen hier nicht in der Kreisklasse, hier geht es um Existenzen."

"Horrorvideo von Dortmund" soll helfen

Vor der Partie gegen Mönchengladbach zeigt Wolf den "Roten Teufeln" zudem noch einmal das "Horrorvideo" des Gastspiels bei Borussia Dortmund (1:2) in der Vorwoche. "Ich werde die Mannschaft noch einmal quälen: Mit der ersten Halbzeit unseres Spiels in Dortmund", betonte Wolf, der sich maßlos über die farblose Darbietung des Abstiegskandidaten im Westfalenstadion geärgert hatte. Freuen würde sich der FCK-Coach dagegen über eine Verpflichtung des früheren "Euro-Fighters" Wilmots: "Ich hoffe, dass das mit Marc Wilmots schnell klar geht."

Um die Liga zu erhalten, hilft den Lauterern aber nur ein Erfolg gegen die personell dezimierten Gladbacher. Den bislang einzigen Sieg aus den vergangenen elf Gastspielen in der Pfalz verbuchten die Gladbacher am 19. August 1995 - in der Saison, als der FCK zum bislang einzigen Mal aus der Eliteliga abstieg. Allerdings ist das Team von Trainer Horst Köppel seit dem 2:0 in Bielefeld vom 24. September 2005 in acht Auswärtsspielen sieglos.

Pander: "Müssen auswärts mal was zeigen"

"Wir müssen jetzt auswärts mal was zeigen. Ich will am Sonntag klar sehen, dass wir uns in der Tabelle verbessern wollen", forderte Gladbachs Sportdirektor Peter Pander. Allerdings muss Köppel möglicherweise Angreifer Oliver Neuville, der gegen die USA nach seiner Einwechslung ein starkes Länderspiel machte und sogar einen Treffer beisteuerte, wegen einer Verletzung am kleinen Zeh ersetzen. Zudem lag Mittelfeldspieler Thomas Broich unter der Woche mit einer fiebrigen Grippe im Bett.

Peer Kluge laboriert an einer Innnenbanddehnung im Knie, auch Bernd Thijs (Kapselverletzung) ist angeschlagen. Definitiv ausfallen wird Eugen Polanski nach seiner fünften Gelben Karte. Damit muss Köppel eventuell sein gesamtes Mittelfeld ersetzen.

Etwas weniger brisant, aber mindestens genauso interessant ist die zweite Sonntagspartie zwischen Arminia Bielefeld und dem Rückrunden-Überraschungsteam 1. FC Nürnberg. Im Umfeld der Franken wird vor dem Gastspiel und angesichts nur sechs Punkten Rückstand auf einen Uefa-Cup-Platz sogar vom internationalen Geschäft geträumt.

Meyer bremst die Euphorie

"Vom Uefa-Cup zu reden, wäre die reinste Spinnerei. Wichtig ist nur, dass wir den Abstand zu den Abstiegsplätzen bis zum Saisonende halten. Das wäre für Nürnberg wie das Erreichen eines Uefa-Cup-Platzes", erstickte FCN-Coach Hans Meyer jegliche Europacup-Phantasien im Keim. Kopfzerbrechen bereitet dem Trainer derzeit nur Angreifer Stefan Kießling. Der nach einer Mandel-OP wiedergenesene U21-Nationalspieler traf unter der Woche für den DFB beim 3:1 gegen Armenien und will zurück in die Stammelf.

Bei den punktgleichen Arminen drückt vor dem Heimspiel gegen den "Club" der Schuh weiter im Angriff. Bielefelds erfolgreichster Torjäger Isaac Boakye fällt wegen eines Blutergusses am Innenband erneut aus. Dagegen warnt Mittelfeldregisseur Fatmir Vata vor dem Nürnberger Angriff mit Iwan Saenko und dem zuletzt "überirdischen" Robert Vittek. "Das ist zurzeit das beste Sturmduo der Liga. Aber wir stehen im Moment wieder unter Druck, da spielen wir immer am besten", meinte Vata.

© SID

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