Fußball-Bundesliga
Leverkusen besiegt blutleere Schalker

Kein guter Tag für das Ruhrgebiet: Nach Borussia Dortmund verliert auch Schalke 04. Die „Knappen“ hatten beim 0:1 in Leverkusen kaum eine Chance. Beide Teams zeigten reichlich von ihrer hässlichen Seite.
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LeverkusenDieses Spiel war ein Härtetest für die frisch eingeführte Spraydose. Denn Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte so manche Mauer zu stellen in dieser intensiven Partie mit ihren vielen Fouls. Doch es war genug weißer Schaum drin, um bis zum Ende durchzuhalten.

Da verwundert es nicht, dass ein Freistoß dieses vermeintliche Top-Spiel entschied: Der Großmeister Hakan Calhanoglu zirkelte das Leder zum vielumjubelten 1:0 in den Winkel (53. Minute). Damit bleibt Bayer Leverkusen an der Spitzengruppe dran und macht Boden gut auf die vermeintlichen direkten Konkurrenten um die Champions-League-Plätze - Dortmund und Schalke.

Schalkes Trainer Roberto Di Matteo musste den an einer starken Bänderdehnung leidenden Kevin Prince Boateng durch Choupo-Moting ersetzen. Dagegen vertraute Leverkusens Coach Roger Schmidt der Elf, die unter Woche gegen Lissabon in der Champions League erfolgreich war.

Und die „Werkelf“ begann gleich stürmisch: Nach einem Freistoß von Calhanoglu kam Spahic zum Kopfball, doch er verfehlte das Tor knapp. Angefeuert von den 30.200 bestens gelaunten Zuschauern suchten beide Teams zunächst den Weg nach vorne und es entwickelte sich vom Start weg eine intensive Partie.

Vor allem Leverkusens rechte Seite mit Donati und Bellarabi begann stark. Die Schalker bemühten sich nach den recht vielen Gegentoren zuletzt um eine sattelfeste Defensive, schalteten aber schnell um - gern auch mit geschickten Seitenwechseln.

Leider waren beide Teams auch in den Zweikämpfen enorm engagiert – die vielen Rangeleien und Fouls minderten den Spielfluss nicht unerheblich. Fliegende Ellbogen und Verletzungsunterbrechungen gab es phasenweise im Minutentakt.

Roger Schmidt musste schon nach 25 Minuten Jedvaj für Reinhartz einwechseln und Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte viel zu tun, machte seine Sache aber gut - zum Beispiel bei der frühen gelben Karte für Leverkusens ungestümen Innenverteidiger Ömer Toprak. Für beide stand eben viel auf dem Spiel - der Kontakt zur Spitzengruppe sollte nicht abreißen und Borussia Dortmund nach deren Heimniederlage gegen Hannover auf Distanz gehalten werden. Die Nettospielzeit war extrem niedrig und das Wetter mies: kein Kick für Schönspieler.

Und so war der Fernschuss von Calhanoglu nach knapp einer halben Stunde schon ein wahres Highlight. S04-Keeper Fährmann hatte Mühe, konnte aber zur Ecke fausten. Ein wenig wirkte die Szene wie eine Initialzündung. Leverkusen machte nun mehr Druck und hatte kurz darauf eine sehr gute Chance, als Kießling nur knapp an der Hereingabe von Son vorbeirutschte - die beste Chance des bisherigen Spiels, wenn auch keine richtig gute.

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