Fußball Bundesliga
Leverkusen dämpft HSV-Titelträume

Mit einem 2:0-Erfolg hat Bayer Leverkusen beim Hamburger SV nicht nur die eigenen Ambitionen auf einen Uefa-Pokalplatz untermauert, sondern auch den Titelträumen des HSV einen herben Schlag versetzt.

Der Hamburger SV kann seine Titelhoffnungen in der Bundesliga wohl endgültig begraben. Nach zuletzt drei Siegen hintereinander verloren die Hanseaten ihr Heimspiel gegen Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:1) und verpassten bei vier Punkten Rückstand damit den Anschluss an Tabellenführer und Titelverteigiger Bayern München, der am Sonntag beim FSV Mainz 05 gastiert. Die Gäste hingegen untermauerten mit diesem Erfolg ihre Ambitionen auf einen Platz im Uefa-Pokal.

Vor 57 000 Zuschauern in der erneut ausverkauften Hamburger WM-Arena erzielte Simon Rolfes schon in der achten Spielminute den Führungstreffer. Der Mittelfeldspieler, mustergültig bedient von Torjäger Dimitar Berbatow, nutzte eine Unaufmerksamkeit in der HSV-Abwehr und lupfte den Ball über Hamburgs Torhüter Sascha Kirschstein hinweg ins Tor. Für die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Westdeutschen sorgte Paul Freier, der in der 77. Minute Kirschstein mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze überwinden konnte.

Der Dreier für die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe war allerdings unter dem Strich schmeichelhaft. Insbesondere vor dem Seitenwechsel dominierten die Platzherren trotz fünffachen Ersatzes ganz eindeutig und hätten bei zahlreichen guten Torgelegenheiten den frühen Rückstand schnell ausgleichen müssen. Gleich dreimal scheiterte der brasilianische Torjäger Ailton in der 7., 9. und 23. Minute in aussichtsreicher Position.

Zudem hatte der Ex-Hamburger Hans-Jörg Butt im Tor der Leverkusener einen Glanztag erwischt und hielt mit mehr als einem halben Dutzend großartiger Paraden den fünften Sieg der Gäste in Folge fest. Allerdings trug auch die Bayer-Truppe in der ersten Halbzeit zu einer abwechslungsreichen Begegnung auf schwerem und tiefem Boden einiges bei. Insbesondere kämpferisch war der ehemalige Uefa-Pokal-Gewinner den Norddeutschen absolut ebenbürtig und sorgte zumindest hin und wieder durch Entlastungsangriffe für kurzzeitige Gefahr vor dem HSV-Tor. Insgesamt allerdings war Berbatow, in dieser Saison schon 16 Mal für sein Team erfolgreich, bei der HSV-Deckung weitgehend abgemeldet.

Nach dem Seitenwechsel mussten beide Mannschaften dem hohen Anfangstempo und den kräfteraubenden Bodenverhältnissen Tribut zollen. Insbesondere der HSV konnte den starken Druck der ersten 45 Minuten nicht mehr aufrecht erhalten, war aber unter dem Strich das aktivere Team. Bayer zog sich mehr und mehr in die Defensive zurück und konnte erst aufatmen, als Freier den entscheidenden Konter zum 2:0 abschloss. Aufgrund seiner personellen Sorgen war es HSV-Trainer Thomas Doll nicht möglich, adäquaten Ersatz in der Offensive einzusetzen. Auch die Spielintelligenz von Mittelfeldregisseur Rafael van der Vaart wurde schmerzlich vermisst.

© SID

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