Fußball Bundesliga
Leverkusen jagt BVB - Schalke vor Zitterwochen

Bayer Leverkusen hat den Patzer von Borussia Dortmund genutzt und wittert nach einem verdienten Sieg über Schalke 04 im Titelrennen noch einmal Morgenluft. Die Königsblauen rutschen dagegen nach dem Spiel eins nach Felix Magath mitten in den Abstiegsstrudel.
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LeverkusenUnbeeindruckt vom K.o. in der Europa League und von den Diskussionen um Trainer Jupp Heynckes nutzte das Werksteam am Sonntag mit dem 2:0 (2:0) durch Tore von Eren Derdiyok (19.) und Christoph Metzelder (27., Eigentor) gegen den FC Schalke 04 die Gunst der Stunde und verkürzte den Rückstand auf den schwächelnden Spitzenreiter Borussia Dortmund auf sieben Punkte. Und nach hinten droht kaum Gefahr: Der Vorsprung des Tabellenzweiten von fünf Zählern auf Hannover 96 hat weiter Bestand. Der Vorsprung auf Rekordmeister Bayern München beträgt weiterhin sieben Zähler.

Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften Bay-Arena trafen Eren Derdiyok (19. Minute) und Christoph Metzelder (27.) per Eigentor für die Mannschaft von Heynckes, der vor dem Absprung aus Leverkusen steht, sich aber weiter nicht zu seiner Zukunft äußern wollte. „Ich mache meine Entscheidung nicht von anderen Meldungen oder anderen Klubs abhängig. Wir werden uns morgen nach dem Training zusammensetzen und dann hoffentlich eine Entscheidung finden“, wiegelte Heynckes ab, dessen Wechsel zum FC Bayern München als Nachfolger des scheidenden Louis van Gaal nur noch als Formsache gilt. Am Sonntagvormittag war zudem bekannt geworden, dass Freiburgs Coach Robin Dutt als Nachfolger von Heynckes in Leverkusen feststehen soll. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es aber noch nicht.

Auf der anderen Seite stehen die Königsblauen nach der hochverdienten Pleite nun mit beiden Beinen mitten im Abstiegskampf und mit dem anstehenden Auswärtsspiel beim FC St. Pauli und der darauf folgenden Heimpartie gegen den neuen Magath-Klub VfL Wolfsburg vor ganz entscheidenden Wochen: Nur fünf Punkte trennen die Schalker nun noch von einem Abstiegsplatz. Ein-Spiel-Interimscoach Seppo Eichkorn wiegelte dennoch ab: „Da müssen wir uns keine größeren Gedanken darüber machen. Wir haben genug Selbstvertrauen, um in der Tabelle nach oben zu schauen.“

Davon war in Leverkusen allerdings nichts zu sehen: Schalke spielte vier Tage nach der Trennung vom von der Mannschaft so ungeliebten Trainer-Manager Felix Magath über weite Strecken konzeptlos und ideenlos, Nationaltorwart Manuel Neuer verhinderte eine noch höhere Niederlage. Eine Erklärung dafür hatte Eichkorn denn auch nicht parat. Den neuen Chefcoach Ralf Rangnick, der am Montag vorgestellt wird, erwartet eine Menge Arbeit.

Drei Tage nach der unglücklichen Niederlage in Villarreal startete Bayer mit Schwung und Engagement in die Partie, der möglicherweise bevorstehende Weggang von Chefcoach Jupp Heynckes zum FC Bayern beeinflusste die Spielfreude der Leverkusener nicht. Im Gegenteil: gegen Schalke zeigten die Rheinländer eines ihrer besten Heimspiele in dieser Saison. Dagegen schienen die Schalker die Trennung von Felix Magath noch nicht verkraftet zu haben. Die „Königsblauen“ wirkten passiv und standen dem Wirbel der Hausherren lange Zeit fast teilnahmslos gegenüber. Vor allem die linke Seite mit Lukas Schmitz und José Manuel Jurado offenbarte in der Defensive ein ums andere Mal Schwächen.

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