Fußball Bundesliga
Magath kann Hoeneß nichts vormachen

Bayern-Manager Uli Hoeneß nimmt die Zurückhaltung von Felix Magath im Meisterschaftskampf nicht ernst. Er sieht die fehlende Doppelbelastung als großen Vorteil für Wolfsburg an.

Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß sieht den VfL Wolfsburg vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) als ernstzunehmenden Konkurrenten im Titelkampf. Auch die Zurückhaltung von VfL-Coach Felix Magath nimmt Hoeneß nicht allzu ernst.

"Felix ist ein alter Schlawiner, der genau weiß, dass man dem FC Bayern gerne die Verantwortung zuschieben kann für Siege oder die Meisterschaft. In dem Schatten kann man sich dann nach oben schieben und das tut er sehr geschickt. Aber jeder weiß, dass er sehr ehrgeizig ist und er dieses Spiel gewinnen und auch deutscher Meister werden will - da kann er mir nichts vormachen", sagte Hoeneß im DSF-Interview über den Ex-Coach der Bayern.

Es sei für ihn aber schon eine "Überraschung, dass Wolfsburg jetzt neun Spieltage vor Saisonende so gut da steht". Er habe erst mittelfristig damit gerechnet, "dass Felix Magath mit der Unterstützung des VW-Konzerns eine sehr spielstarke Mannschaft aufbauen würde", sagte Hoeneß weiter.

Hoeneß lobt: "Felix macht das gut"

Die "Wölfe" hätten im Meisterkampf nun den Vorteil, "dass sie im Gegensatz zu Hamburg und uns auch keine zusätzliche Belastung haben", so der Bayern-Manager: "Sie können sich voll auf diesen Titel konzentrieren und das wird Felix Magath sehr engagiert angehen. Wenn sie uns schlagen könnten, wird das ein ernstzunehmender Kandidat." Lob zollte Hoeneß auch Magath. Er sei zwar kein Freund von dessen Doppelfunktion als Trainer und Manager, aber "Felix macht das gut".

Die jüngste Kontroverse mit Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff wollte Hoeneß derweil nicht überbewerten: "Wir haben keinen Streit und auch kein Problem miteinander. Ich habe nur gesagt, wenn wir unterschiedliche Auffassungen hätten, sollten wir die intern besprechen und da sind wir uns alle einig."

Eine kleine Spitze konnte sich der 57-Jährige aber dennoch nicht verkneifen: "Es wird irgendwann mal Gespräche geben, dann werden wir das in aller Ruhe lösen - und dann werden wir nachmessen, welche Passgeschwindigkeit die deutsche Nationalmannschaft gegen Liechtenstein angewendet hat."

© SID

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