Fußball Bundesliga
Magath: "Nah dran ist eben nicht drin"

Der FC Bayern München hat in dieser Saison Probleme gegen defensiv eingestellte Mannschaften. Darüber und die Gründe für die 0:1-Niederlage beim VfL Wolfsburg sprach FCB-Trainer Felix Magath im aktuellen Interview.

Wenige Tage nach dem Sieg in der Champions League bei Inter Mailand ist Bayern München wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Der Rekordmeister unterlag am Samstag beim VfL Wolfsburg 0:1. Nach dem Spiel stellte sich FCB-Trainer Felix Magath den Fragen der Presse.

Frage: "Sie siegen in Mailand und verlieren drei Tage später in Wolfsburg. Wie geht das?"

Felix Magath: "Mailand hat sich nicht hinten reingestellt. Das zeigt, dass wir Schwierigkeiten gegen defensiv eingestellte Mannschaften haben. Das war schon bei unserer Niederlage in Bielefeld so und auch beim Sieg vergangene Woche gegen Aachen."

Frage: "Woran hat es konkret gelegen?"

Magath: "Wir haben in der ersten Halbzeit einen Fehler gemacht, und die haben dann einmal aufs Tor schießen dürfen. Deshalb sind wir in Rückstand geraten. Wolfsburg ist daran gewachsen. Wir waren in der ersten Halbzeit auch dicht dran, ein Tor zu erzielen. Aber nah dran ist eben nicht drin."

Frage: "Da hatten sie aber noch 45 Minuten Zeit..."

Magath: "Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht verstanden, die gegnerische Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Wir haben das Spiel zu wenig in die Breite gezogen, sind immer wieder zu schnell nach innen gegangen und haben es den Wolfsburgern damit zu leicht gemacht."

Frage: "Sind Sie sauer auf die Mannschaft?"

Magath: "Nein. Wir haben es ja versucht. Wir haben das Spiel kontrolliert und Wolfsburg die ganze Zeit in die eigene Hälfte gedrängt. Uns fehlen einfach die nötige Harmonie und die nötigen Mittel gegen solche Teams. Das müssen wir jetzt ganz schnell lernen."

Frage: "Befürchten Sie nach der Niederlage nun Unruhe an der Säbener Straße?"

Magath: "Nein. Unruhe ist beim FC Bayern doch völlig normal."

© SID

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