Fußball Bundesliga
Magath sieht ganz neue Bayern-Perspektiven

Vor Bundesliga-Saisonbeginn glaubt Coach Felix Magath von Bayern München an einen attraktiven Spielstil seiner Mannschaft. Der Weggang von Michael Ballack würde die Flexibilität seiner Profis fördern, so Magath.

Trainer Felix Magath von Bayern München glaubt nicht nur an eine erfolgreiche, sondern auch an eine attraktive Post-Ballack-Ära beim deutschen Rekordmeister. "Wenn ein Spieler von seinem Format geht, ist das immer ein Verlust. Für den FC Bayern eröffnen sich nun aber neue Perspektiven. Bislang war das Spiel stark auf ihn zugeschnitten, nun können andere in den Vordergrund rücken. Ich gehe davon aus, dass wir flexibler spielen, was gleichzeitig bedeutet, dass wir attraktiver werden", sagte Magath in einem Interview mit der Welt am Sonntag und fügte an: "Es gibt genügend Beispiele, die zeigen, dass ein Klub nicht schlechter wird, wenn ein Klassespieler geht."

Indes warnte der Bayern-Coach vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison davor, "die WM als Maßstab zu nehmen. Das war ein besonderes Ereignis." Der Grat sei schmal, "auf dem wir gehen. So sehr wir uns auch nach schönem Offensivfußball sehnen, so sehr hat diese WM gezeigt, dass der Sicherheitsaspekt in den Vordergrund rückt, wenn etwas auf dem Spiel steht." Dies würde zeigen, so Magath weiter, "der Erfolg ist das Maß, an dem wir uns zu orientieren haben. Der wird akzeptiert."

Allerdings legte sich der 53-Jährige schon einmal fest, dass er im Gegensatz zu den beiden WM-Finalisten Italien und Frankreich auch in der kommenden Saison bei Bayern mit zwei Angreifern spielen wird. Die Taktik mit nur einer Spitze habe ihm "überhaupt nicht gefallen, denn darunter hat das Offensivspiel gelitten".

Podolski mit guten Karten auf Stammplatz

Einer der zwei Bayern-Stürmer soll Lukas Podolski sein. "Wir legen großen Wert darauf, dass er sein Potenzial steigert, damit er ein Spieler wird, der das Spiel des FC Bayern in Zukunft maßgeblich beeinflusst", sagte Magath, der dem deutschen Nationalspieler aber für den Saisonauftakt keinen Freibrief ausstellen will: "Ich kann nicht nur an den Augenblick denken, ich muß die ganze Saison im Kopf haben. Es kann schon sein, dass er sich noch gedulden muss."

Auf Dauer sieht aber auch Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Jungstar als erste Wahl im Sturm der Münchner. "Der Trainer muss entscheiden, welche zwei Stürmer spielen. Wir haben aber nicht vor, Podolski auf die Bank zu setzen", erklärte Rummenigge in Bild am Sonntag.

Der 21-Jährige, der für eine geschätzte Ablösesumme von zehn Mill. Euro von Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln an die Isar wechselte, habe laut Rummenigge immerhin das Potenzial zum "Publikumsliebling" in München. Befürchtungen, dass den bei der WM erfolgreichen jungen deutschen Spielern bei Bayern eine Nebenrolle drohe, zerstreute Rummenigge: "Wir wären ja verrückt, wenn wir unsere drei großen Sympathieträger in der Nationalmannschaft, Podolski, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm, bei Bayern auseinanderreißen würden. Wenn die drei nur annähernd die Leistungen zeigen, die sie bei der WM gezeigt haben, stellt sich gar nicht die Frage, ob sie spielen oder nicht."

© SID

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