Fußball Bundesliga
Magath: "Streit muss das aushalten"

Im Fall Schalke-Fans gegen Albert Streit zeigt Felix Magath wenig Mitleid mit dem ins Reserve-Team verbannten Profi: "Wenn die Fans singen, kann man das nicht verhindern."

Trainer Felix Magath vom Bundesligisten Schalke 04 sieht die erneuten Verbalattacken gegen den zurzeit in das Regionalliga-Team verbannten Albert Streit als Alltag im Leben eines Profis an. "Wenn die Fans auf der Tribüne singen, kann man das nicht verhindern. Sie wollen ja auch nicht zensiert werden", sagte der 56-Jährige auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes, ob er wegen der wiederholten Anfeindungen der Fans gegen den Mittelfeldspieler nicht die Notwendigkeit zu einer Schlichtung sehe.

Magath ließ sich von seinem Co-Trainer Bernd Hollerbach, der am Wochenende das Spiel der Schalker Reserve in Wattenscheid gegen den VfL Bochum II (1:2) beobachtete, informieren. Es hatte Beleidigungen wie "Arschloch" und "Hurensohn" gegeben, aber keine tätlichen Übergriffe. "Das muss der Spieler aushalten", sagte Magath. Eine Woche zuvor war Streit im Heimspiel gegen Waldhof Mannheim (0:1) nicht nur beschimpft, sondern auch bespuckt worden.

Magath plant Fan-Offensive

Magath will in den kommenden Wochen unabhängig vom Fall Streit aber eine Fan-Offensive starten. "Sie werden natürlich nicht die Vereinspolitik mitbestimmen können. Sie wollen aber respektiert und ernst genommen werden. Sie haben in den vergangenen Jahre nicht das bekommen, was ihrer Meinung nach der Verein hätte erreichen sollen", erklärte Magath und kündigte an: "Wir wollen uns ihre Wünsche anhören und versuchen, diese zu erfüllen. Wir wollen Vertrauen schaffen, den Kontakt suchen und zusammenkommen. Das werden wir in den nächsten Wochen machen."

Nach den Pfiffen im Anschluss an das 0:1 gegen Aufsteiger SC Freiburg hatte Magath die Fans bereits zu einem Friedensgipfel geladen. "Das Verhältnis zwischen Fans und Verein ist schon seit einigen Jahren nicht besonders gut. In der Zeit ist vielleicht auch nicht genug passiert, um dieses zu pflegen. Man hatte eher den Eindruck, dass man das als selbstverständlich angesehen und nebeneinander hergelebt hat", hatte Magath damals gesagt.

© SID

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