Fußball Bundesliga Mainz düpiert FC Bayern - Pizarro führt Werder zum Sieg

Der FSV Mainz 05 hat dem souveränen Tabellen-Führer FC Bayern München völlig überraschend die zweite Saisonniederlage zugefügt. Im Abstiegskampf feierten Werder Bremen dank Claudio Pizarro und Hoffenheim wertvolle Siege.
24. Spieltag der Fußball Bundesliga - Bayern München - FSV Mainz 05: Juan Bernat vom FC Bayern München und Giulio Donati vom FSV Mainz 05 kämpfen um den Ball. Quelle: dpa
Bayern München - FSV Mainz 05

24. Spieltag der Fußball Bundesliga - Bayern München - FSV Mainz 05: Juan Bernat vom FC Bayern München und Giulio Donati vom FSV Mainz 05 kämpfen um den Ball.

(Foto: dpa)

BerlinDer FC Bayern München ist auf dem Weg zum historischen vierten Meistertitel in Serie gestolpert. Der Rekordmeister unterlag am Mittwoch dem FSV Mainz 05 völlig überraschend mit 1:2 und kassierte seine zweite Saisonniederlage in der Fußball-Bundesliga. Der Tabellenführer hat nun nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Verfolger Borussia Dortmund. Der BVB gewann am 24. Spieltag glanzlos mit 2:0 bei Aufsteiger Darmstadt 98.

Der FC Bayern musste nach zwölf Heimspielsiegen in Serie die erste Niederlage in der Allianz-Arena hinnehmen. Nach zuletzt sieben Erfolgen gegen Mainz 05 hieß es 1:2.

Die Bayern gingen mit fünf Veränderung in der Startelf ins Spiel, das Uli Hoeneß erstmals seit seiner Haftentlassung auf der Tribüne verfolgte. Die drückende Überlegenheit der Bayern nützte nichts: Jairo traf nach einem Konter zur Mainzer Führung (26.). Erst in der zweiten Hälfte glich Arjen Robben zum 1:1 aus (64.). Doch der Siegtreffer für die Münchner fiel nicht. Im Gegenteil: Jhon Cordoba gelang das 2:1 für Mainz (86.).

Einen Negativ-Rekord stellte der SV Werder Bremen auf, den aber niemand störte. Kein anderes Team der Liga kassierte in den 24 bisherigen Saisonspielen mindestens einen Gegentreffer. Werder, das nach fünf sieglosen Partien wieder einen Dreier landete, ging durch Fin Bartels früh 1:0 in Führung (5.). Die Leverkusener agierten in der Offensive gehemmt. Claudio Pizarro legte in der zweiten Hälfte drei Treffer nach (55./65./Foulelfmeter/83.). Bremens Papy Djilobodji hatte zwischenzeitlich per Eigentor verkürzt. Werder führte am Ende mit 4:1 gegen Bayer Leverkusen.

Am Darmstädter Böllenfalltor lief das Spiel wie erwartet: Der SV Darmstadt 98 musste eine 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund hinnehmen. Die Hessen setzten gegen spielerisch bessere Dortmunder auf Konter. Die BVB-Führung fiel kurz nach einer guten Chance des Darmstädters Sandro Wagner. Adrian Ramos traf zum 1:0 (38.). Das 2:0 erzielte Erik Durm nach einem feinen Zuspiel von Gonzalo Castro (53.). Die Dortmunder freuen sich nun auf das Top-Duell am kommenden Samstag gegen den FC Bayern.

Die wertvollsten Spieler der Bundesliga
Platz 22: Arjen Robben
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Transfermarkt.de hat die Spieler der Bundesliga analysiert und ein Ranking der 22 wertvollsten Spieler zusammengestellt. Auf Platz 22 landet Bayern-Star Arjen Robben. Auch wenn er zuletzt deutlich an Marktwert verloren hat, kann er auf dem Spielfeld glänzen. Der Grund für ein Minus von acht Millionen Euro ist sein Alter: 32 Jahre ist Robben mittlerweile, 20 Millionen Euro ist er noch wert.

Quelle: transfermarkt.de

Platz 21: Lars Bender
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Es gibt eine Liste von Faktoren, die den Marktwert beeinflussen: Alter, Position, Leistungen. Der Marktwert ist dabei nicht gleichzusetzen mit der Ablösesumme. Seit Monaten schon fehlt Lars Bender dem Bayer Leverkusen. 20 Spiele hat der Kapitän schon verpasst. Das Comeback könnte sich weiter verzögern. Aktueller Marktwert: 20 Millionen Euro.

Platz 20: Luiz Gustavo
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20 Millionen Euro ist er derzeit wert: Mit Luiz Gustavo hat der VfL Wolfsburg seine Krise beendet. Seitdem der Mittelfeldspieler seine Verletzung überwunden hat, verloren die Wolfsburger nicht mehr – außer gegen den FC Bayern.

Platz 19: Julian Draxler
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Erst kürzlich machte Draxler mit seinem Doppelpack im Champions-League-Achtelfinale gegen KAA Gent auf sich aufmerksam. Und schon soll der FC Barcelona ein Auge auf den 22-Jährigen geworfen haben. Ob daraus was wird, wird sich im Sommer zeigen. Der Wolfsburger ist derzeit 22 Millionen Euro wert.

Platz 18: Sokratis
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2013 zog es den griechischen Innenverteidiger Sokratis vom SV Werder zum Ligarivalen nach Dortmund. Damals betrug sein Marktwert zehn Millionen Euro. Nun ist der Marktwert des eisenharten Abwehrspielers auf 22 Millionen Euro taxiert.

Platz 17: Javi Martinez
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Wegen einer Knie-Operation fiel Bayern Münchens Abräumer Martinez lange aus. Nun macht er sich bereit für sein Comeback. Der aktuelle Marktwert des 27-Jährigen: 25 Millionen Euro.

Platz 16: Thiago
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Es war eine bemerkenswerte Offensive, die Bayern-Trainer Guardiola 2013 gestartet hatte: Er wollte Thiago Alcántara aus Barcelona verpflichten – ihn oder keinen, so klar formulierte es der katalanische Coach. Zuletzt von Verletzungen geplagt, kommt der Spanier nun öfter zum Einsatz. Sein Marktwert: 25 Millionen Euro.

Der FC Schalke 04 siegte gegen den Hamburger SV mit 3:2 (1:1): Der HSV erwischte einen Blitzstart. Nicolai Müller erzielte das 1:0 nach einem Missverständnis in der Schalker Abwehr (4.). Die Gastgeber hätten den Fehler schnell korrigieren können, scheiterten aber mit guten Gelegenheiten am starken HSV-Keeper René Adler.

Zudem versagte Schiedsrichter Günter Perl den Schalkern einen Strafstoß (22.). Max Meyer sorgte dann für den hochverdienten 1:1-Ausgleich (38.). In der 45. Minute sah Hamburgs Johan Djourou Gelb-Rot. Klaas-Jan Huntelaar sorgte für das 2:1 (67.). Das 3:1 von Allesandro Schöpf ließ den Revier-Club (77.) endgültig erleichtert aufatmen. Gojko Kacars Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kam für die Hamburger zu spät.

Auch Borussia Mönchengladbach konnte das Spiel gegen den VfB Stuttgart für sich entscheiden - mit 4:0. Die Gladbacher waren zu Beginn die klar bessere Mannschaft und gingen durch Thorgan Hazard verdient 1:0 in Führung (16.). Von der viel gelobten VfB-Offensive, die Top-Torschütze Daniel Didavi nach seiner Sperre wieder unterstützte, war wenig bis nichts zu sehen.

Raffael bestrafte ein Missverständnis der VfB-Abwehr mit seinem elften Saisontreffer zum 2:0 (60.). Der gerade eingewechselte Patrick Hermann entschied das Match mit dem 3:0 (68.). Zu allem Überfluss unterlief Kevin Großkreutz in der 90. Minute ein Eigentor zum 4:0 für die Borussia.

„Wir sind nicht Mülleimer für andere Menschen"
Erhitzt
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Der Zwist zwischen Referee Felix Zwayer und Schmidt erhitzte die Gemüter. Schmidt hatte sich den Anweisungen des Schiedsrichters, den Innenraum des Stadions zu verlassen, aus Ärger über den Führungstreffer des BVB widersetzt und damit für ein Novum in der Bundesliga-Historie gesorgt. „Ich habe da natürlich eine Vorbildfunktion und der bin ich heute auch nicht gerecht geworden. Ich bin zu stur gewesen“, bekannte Schmidt.

Schmidt über Zwayer
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Erst nach der Spielunterbrechung räumte Schmidt seinen Platz in der Coaching-Zone und verfolgte die restliche Partie laut Bayer-Kapitän Stefan Kießling von der Kabine aus. Doch es dürfte seiner Position in den nun folgenden Ermittlungen nicht zuträglich gewesen sein, dass er erneut über Zwayer klagte: „Dass der Schiedsrichter bei freier Sicht diesen Elfmeter nicht pfeift, vielleicht auch, weil ich vorher zu emotional war. Ich hoffe nicht, dass es so war, aber mir fällt keine andere Erklärung dazu ein.“

Spielunterbrechung in Leverkusen
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Schmidt stellte indirekt eine Verbindung zwischen seiner Verbannung und einer Fehlentscheidung des Referees wenige Minute später her. Zwayers Reaktion auf diese Anschuldigung fiel kurz und knapp aus: „Kein Kommentar.“ Allerdings räumte der Schiedsrichter ein, das von Schmidt angesprochene klare Handspiel des Dortmunders Sokratis im Strafraum übersehen zu haben: „Dazu muss ich sagen, dass wir bedauerlicherweise falsch entschieden haben. Wenn wir die Perspektive der Fernsehbilder gehabt hätten, hätten wir auf Elfmeter entschieden.“

Völler ist erregt
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„Was haben sie eigentlich mit dem Roger Schmidt? Es ist doch viel wichtiger, dass er keinen Elfmeter gepfiffen hat, oder finden sie nicht? Was meinen Sie? Wer hat uns denn mehr geschadet, der Roger Schmidt oder der Schiedsrichter?“ Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen, Rudi Völler, diskutierte vor der Kamera und mit den Schiedsrichtern über die strittigen Szenen im Spiel Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund. Natürlich ist Schmidt nicht der erste Coach, dem der Kragen platzte. Einer seiner Vorgänger war sein heutiger Vorgesetzter Rudi Völler. Eine kleine Aufstellung der Übungsleiter, die schon einmal verhaltensauffällig geworden sind ...

Völlers Ausraster
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Es sollte nur ein harmloses Interview nach einem eher gewöhnungsbedürftigen 0:0 gegen Island werden. Doch ARD-Moderator Waldemar Hartmann bekam nach einer Kritik am Auftritt des Teams den geballten Zorn des damaligen Bundestrainers (oder korrekt: Teamchefs) Rudi Völler zu spüren. Aus dem Coach, unter dem Deutschland 2002 überraschend Vizeweltmeister wurde, platzten Aussagen heraus, die sich über Wochen und Monate angesammelt hatten. Beispiel gefällig? „Ihr müsst doch mal von eurem hohen Ross runter kommen, was ihr euch immer alle einbildet, was wir für einen Fußball in Deutschland spielen müssen. Der Günter, was die früher für einen Scheiß gespielt haben, da konntest du doch früher überhaupt nicht hingehen, die haben doch früher Standfußball gespielt“, polterte Völler unter anderem gegen Günter Netzer. Hartmann wurde unterstellt, sich vor der Sendung drei Weizenbiere zu genehmigen. Und Völler ließ den ganzen Abend mit seiner Schelte nicht locker. Später entschuldigte er sich bei den Betroffenen – aber nie für den Kern seiner Aussage.

Napoli gegen Borussia Dortmund
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Beim Champions-League-Auftakt 2013 in Neapel sind Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp alle Sicherungen durchgebrannt. Der Hintergrund ...

Klopps Ausraster
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Als Higuain in der 29. Minute für Neapel traf, flippte Jürgen Klopp völlig aus und schrie den vierten Offiziellen an. Der hatte zuvor verhindert, dass der blutende Neven Subotic zurück aufs Feld kommt – damit hatte der vierte Offizielle aus Klopps Sicht wohl eine Mitschuld am Tor. Schiedsrichter Proenca schickte Klopp auf die Tribüne.

Eintracht Frankfurt hingegen unterliegt Hertha BSC mit 2:0. Die Frankfurter mussten ohne ihren verletzten Top-Torjäger Alexander Meier antreten. Entsprechend war von den Hessen in der Offensive wenig zu sehen.

Der zurückhaltende Auftritt des Liga-Dritten aus Berlin, der zuletzt dreimal Remis zu Hause gespielt hatte, überraschte indes. Mitchell Weiser brachte die Gastgeber mit dem 1:0 (63.) auf die Siegerstraße. Salomon Kalou legte mit seinem zwölften Saisontreffer zum 2:0 nach (78.).

1899 Hoffenheim behielt die Oberhand gegen den FC Augsburg: Die Hofheimer entschieden das Spiel mit 2:1 für sich. Der spielerische Aufschwung der Hoffenheimer machte sich auch gegen Augsburg bemerkbar. Der überzeugende Kevin Volland brachte mit seinem sechsten Saisontreffer die Gastgeber verdient mit 1:0 (25.) in Front. Umstritten der Ausgleich per Handelfmeter: Paul Verhaegh verwandelte zum sechsten Mal einen Strafstoß in dieser Spielzeit (40.). Mark Uth markierte den verdienten 2:1-Siegtreffer für die Kraichgauer, die nur noch zwei Zähler hinter dem 16. aus Frankfurt liegen.

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