Fußball Bundesliga
Mainz führt hilflose "Wölfe" an der Nase herum

Der FSV Mainz 05 legt weiteren Boden zwischen sich und die Abstiegsplätze. Die Gäste des VfL Wolfsburg stürzen nach der 1:5-Klatsche hingegen immer tiefer in die Krise.

Nach einem erneuten Auswärts-Debakel dürfte Trainer Holger Fach bei Bundesligist VfL Wolfsburg mächtig unter Druck geraten. Die Niedersachsen gerieten zwei Wochen nach dem 1:6 bei Werder Bremen auch am Sonntagabend mit dem 1:5 (1:3) beim FSV Mainz 05 unter die Räder. Nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg ist das ambitioniert in die Saison gestartete Wolfsburg mit 18 Punkten auf Rang zehn nur graues Mittelmaß. Die Rheinhessen kletterten nach dem dritthöchsten Sieg in der noch jungen Bundesliga-Historie auf Rang 13 mit 15 Zählern und haben sich im Abstiegskampf etwas Luft verschafft.

Michael Thurk (2., Foulelfmeter und 77.), Benjamin Auer (36.), Petr Ruman (45.+1) und Mohamed Zidan (50.) trafen für das entfesselt spielende Team von FSV-Coach Jürgen Klopp. Für die Gäste reichte das achte Saisontor von Diego Klimowicz (3.) nur zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Zu allem Überfluss sah Mittelfeldspieler Lewan Zkitischwili die Gelb-Rote Karte, nachdem er in der 61. Minute aus Frust den Ball weggeschossen hatte.

19 100 Zuschauer im Mainzer Bruchweg-Stadion sahen eine turbulente Anfangsphase. Nach nur 60 Sekunden wurde Auer von VfL-Innenverteidiger Facundo Quiroga gefoult. Schiedsrichter Dr. Franz-Xaver Wack (Biberbach) entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Strafstoß - allerdings zu Unrecht. Das Foul passierte eindeutig vor dem Strafraum.

Die Gäste zeigten sich jedoch nicht geschockt. Klimowicz nutzte nur eine Minute nach dem 0:1-Rückstand einen Zusammenprall von FSV-Keeper Dimo Wache mit Teamkollege Nikolce Noveski und schob aus zehn Metern ein. Damit erzielte der 31-Jährige die letzten fünf Treffer für den VfL im Alleingang.

Die Mainzer brauchten zehn Minuten, um sich vom Gegentreffer zu erholen, drehten bei Dauerregen aber dann richtig auf. Antonio da Silva (20.) mit einem Freistoß und Thurk (35.) hatten die Chance zum 2:1, ehe Auer und Ruman mit platzierten Flachschüssen für die verdiente Pausenführung sorgten.

Mainz-Trainer Klopp hatte von Beginn an voll auf Angriff gesetzt. In der Startelf standen gleich fünf Offensivspieler. Für den gesperrten Regisseur Milorad Pekovic rückte Stürmer Zidan in die Anfangsformation. Auf der Gegenseite hatte Fach seine Startelf im Vergleich zum enttäuschenden 0:0 in der vergangenen Woche gegen Arminia Bielefeld auf zwei Positionen verändert. Doch von einer Leistungssteigerung war bei den "Wölfen" nichts zu sehen.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Mainzer nahtlos an ihren Sturmlauf aus der ersten Halbzeit an. Nur 14 Sekunden nach Wiederanpfiff schoss Zidan zunächst aus 25 Metern knapp am Tor vorbei, ehe er kurz darauf von der Strafraumgrenze zum 4:1 traf. VfL-Keeper Simon Jetzsch verhinderte gegen den starken Auer (52., 57.) ein noch höheres Debakel.

© SID

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