Fußball Bundesliga
Mainz und Frankfurt nehmen Trikots vom Markt

Nach der mangelhaften Beurteilung der Kindertrikots des FSV Mainz und der Frankfurter Eintracht durch die Stiftung Warentest haben die Vereine reagiert und den Verkauf gestoppt.

Eintracht Frankfurt und der FSV Mainz 05 haben auf die negative Beurteilung ihrer Kindertrikots durch die Stiftung Warentest reagiert und den Verkauf mit sofortiger Wirkung gestoppt. Zudem bieten beide Bundesligisten eine Umtauschmöglichkeit an. Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen kündigte an, seine mit einem "befriedigend" benoteten Trikots einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Bedenkenlos können die jugendlichen Fans dagegen die Trikots der Nationalmannschaft tragen. Sie erhielten die Note "gut".

Die Stiftung Warentest hatte die Trikots auf verschiedene Komponenten wie Haltbarkeit, Passform und Schadstoffe überprüft. Bei denen von Frankfurt und Mainz, die jeweils ein "mangelhaft" erhielten, fiel ein hoher Anteil von Weichmachern auf. Diese können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. In Spielzeugen sind sie in Europa bereits verboten.

Mainz-Präsident: "Untersuchungsergebnisse haben uns überrascht"

"Uns haben die Untersuchungsergebnisse überrascht und wir haben sie mit Sorge aufgenommen. Obwohl es keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Nachteile bei normalem Gebrauch unserer Trikots gibt, haben wir uns vorsichtshalber entschlossen, den Verkauf zu stoppen und den Fans die Möglichkeit des Trikotumtauschs anzubieten", sagte Mainz-05-Präsident Harald Strutz.

Thomas Pröckl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Eintracht Frankfurt, erklärte: "Die Untersuchungsergebnisse haben uns überrascht und natürlich aufgeschreckt, so dass wir sofort gehandelt haben. Selbstverständlich werden wir die aktuellen Heimtrikots umtauschen." Man werde die Trikots nun genaueren Untersuchungen unterziehen.

Leverkusen-Trikots nur "befriedigend"

Dies wird auch in Leverkusen geschehen. In den Bayer-Kindertrikots waren Schwermetalle gefunden worden. Zudem wies die Beflockung Mängel auf. "Sollten sich die Ergebnisse der Stiftung Warentest bestätigen, werden wir die notwendigen Anpassungen bis hin zur Umtauschaktion umsetzen", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

Spitzenreiter in Sachen Qualität waren vier Vereine, die von adidas beliefert werden: Bayern München, der Hamburger SV, der deutsche Meister VfL Wolfsburg und Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Außerdem erhielten 1 899 Hoffenheim, Hertha BSC Berlin und der 1. FC Köln die Note "gut". Die größten Verarbeitungsmägel fand die Stiftung Warentest bei den Trikots von Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart.

© SID

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