Fußball Bundesliga
Mainz verpasst Sprung an die Spitze

Der FSV Mainz 05 hat am 11. Spieltag den Sprung zurück an die Spitze verpasst. Die Mainzer unterlagen 0:1 beim SC Freiburg, Papiss Cisse erzielte das "goldene" Tor.

Der FSV Mainz 05 hat die jüngste Niederlage im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund nicht gut verkraftet und die Rückkehr an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mainzer unterlagen am 11. Spieltag 0:1 (0:0) beim SC Freiburg. Durch die erste Auswärts-Niederlage in der laufenden Saison bleiben die Rheinhessen vorerst einen Punkt hinter den Dortmundern, die am Sonntag bei Hannover 96 spielen. Freiburgs Top-Stürmer Papiss Cisse erzielte per Strafstoß sein neuntes Saisontor und den entscheidenden Treffer (64.).

Die 22 400 Zuschauer sahen in den ersten Minuten ein zerfahrenes Spiel. Beide Mannschaften gingen zwar engagiert zu Werke, machten dabei aber viele Fehler. Die meisten Aktionen in der Offensive wirkten überhastet, die Defensivreihen hatten das Geschehen ohne große Mühe im Griff. Zweikämpfe im Mittelfeld prägten das Spiel, nennenswerte Torchancen fehlten gänzlich.

Auch nach knapp 20 Minuten war von der hochgelobten Mainzer Offensive um die Jungstars Lewis Holtby und Andre Schürrle nichts zu sehen. Die Rheinhessen, bei denen nur der langzeitverletzte Stammkeeper Heinz Müller fehlte, mussten zudem bereits nach 23 Minuten umstellen. Für den am Oberschenkel verletzten Stürmer Sami Allagui brachte Trainer Thomas Tuchel den Ungarn Adam Szalai ins Spiel.

Am Geschehen auf dem Platz änderte sich dadurch nichts. Das Spiel blieb ein Langweiler ohne gefährliche Szenen vor beiden Toren. Auch die Freiburger, die auf Stammtorwart Simon Pouplin (Sprunggelenk-Operation), Kapitän Heiko Butscher (Innenbandriss), Pavel Krmas (Waden-Operation), Jonathan Jäger (Knieprobleme) und Tommy Bechmann (Knie-Operation) verzichten mussten, ließen wie der FSV jegliche Durchschlagskraft vermissen.

In den letzten Minuten der ersten Hälfte stieg das Niveau etwas. Immerhin gelang es den Freiburgern, sich in der 39. Minute die erste echte Torchance der ersten Halbzeit zu erarbeiten. Nach einer Flanke des Marokkaners Yacine Abdessadki sorgte Jan Rosenthal für ein wenig Gefahr vor dem Mainzer Tor.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Mainzer die Schlagzahl. Richtig gefährlich wurden die Gäste trotz der Tempoverschärfung aber zunächst nicht. Die beste Chance in dieser Phase erarbeiteten sich die Gastgeber. Cedrick Makiadi scheiterte aber an FSV-Torwart Christian Wetklo (55.). Drei Minuten später verpasste der Mainzer Kapitän Nikolce Noveski auf der Gegenseite die Führung.

"Wir hatten uns vorgenommen, kompakt und defensiv sauber zu spielen. Das haben wir ganz ordentlich gelöst. Wir selbst hatten auch kaum Chancen, aber das ist auswärts kein dramatisches Problem. Leider kommt dann in der zweiten Hälfte die bittere Elfmetersituation, und wir mussten dem Rückstand hinterherlaufen. Trotz der Niederlage werden wir die Kräfte bündeln und unseren Weg weitergehen", zeigte sich Mainz-Coach Thomas Tuchel nach Spielende enttäuscht.

Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel immer lebhafter. Beide Teams drängten auf die Führung. In der 60. Minute verfehlte ein Schuss des Freiburgers Julian Schuster nur knapp das Ziel. Vier Minuten später griff Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) in die Partie ein. Der Unparteiische hatte ein Foul des Mainzer Innenverteidigers Niko Bungert am Freiburger Kapitän Oliver Barth gesehen und entschied auf Strafstoß. Cisse ließ sich die Chance nicht entgehen.

"Die Mannschaft hat den Sieg verdient. Sie hat eine sehr leidenschaftliche Leistung gezeigt und die Chancen erzwungen. So haben wir es geschafft, eine Spitzenmannschaft zu schlagen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft die Taktik umgesetzt hat", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt nach dem Abpfiff.

© SID

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