Fußball Bundesliga
Makaay im Kreuzfeuer der Kritik

Das hätte sich Bayern Münchens Torjäger Roy Makaay in der letzten Saison nicht träumen lassen: Beim Bundesligaspiel des deutschen Rekordmeisters gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Premiere) droht dem Niederländer der harte Platz auf der Ersatzbank.

Trainer Felix Magath verhüllt seine Kritik an dem in dieser Saison bislang Besorgnis erregend erfolglosen Niederländer elegant in taktische Erwägungen. "Wenn es im Strafraum eng wird, ist das nicht sein Spiel. Roy ist dann stark, wenn wir auf Konter spielen", sagte Magath schon nach dem 1:1 in der Champions League am Mittwoch beim Club Brügge, wo Makaay zu Pause ausgewechselt wurde.

"Kontinuität bei Roy im Moment nicht da"

Im gleichen Zuge lobt der Coach den nach dem Kreuzbandriss von Roque Santa Cruz stark aufspielenden Claudio Pizarro, der in neun Ligaspielen bereits sechs Mal und zuletzt auch in Brügge getroffen hat, in den höchsten Tönen. "Claudio war spitzenmäßig, er war unser bester Mann." Auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge stichelt gegen Makaay, indem er Pizarro lobt: "Claudio trifft kontinuierlich. Und es ist wichtig, dass wenigstens einer trifft, weil diese Kontinuität bei Roy im Moment nicht da ist."

Nun brodelt es offenbar auch in der Mannschaft. Sebastian Deisler nennt seinen formschwachen Kollegen zwar nicht explizit, doch er sagt: "Wir sind vorne nicht durchschlagskräftig genug, spielen nicht mit genügend Zug zum Tor." Das müsse sich schnellstens ändern. Man müsse sich für die letzten drei Partien vor der Winterpause noch einmal zusammenreißen.

Genau an Makaays Arbeitsauffassung entzündet sich seit Wochen Streit. Nach seinem zwischenzeitlichen siebten Saisontor beim 3:1 gegen Werder Bremen am 5. November wurde Makaay von Hoeneß zurecht gewiesen. "Roy muss mehr arbeiten. So reicht das nicht", kritisierte der Manager. Seit Ende August hat Makaay neben dem Tor gegen Bremen zweimal in der Champions League beim 4:0-Heimsieg gegen Rapid Wien getroffen.

Makaay will seine Spielweise nicht ändern

Der 30 Jahre alte Torjäger, der in der Vorsaison noch 22 Bundesliga-Treffer erzielte und damit hinter dem Nürnberger Marek Mintal (24 Treffer) Platz zwei der Torschützenliste belegte, hat jedoch immer wieder betont, seine Spielweise nicht ändern zu wollen. Mit dem drohenden Platz auf der Bank soll der wiederholt lethargisch spielende Angreifer offenbar dazu gebracht werden, diese Sichtweise noch einmal zu überdenken.

© SID

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