Fußball Bundesliga
Marcelinho bereitet bei Hertha seinen Abschied vor

Die Wege von Marcelinho und Bundesligist Hertha BSC Berlin scheinen sich zu trennen: Der Brasilianer, der einmal mehr den Trainingsauftakt der Hertha verpasste, wird mit Brasiliens Klub Palmeiras in Verbindung gebracht.

Fußball-Diva Marcelinho bereitet bei Bundesligist Hertha BSC Berlin offenbar seinen Abschied vor. Vor seinem erneuten Fehlen beim Trainingsauftakt der Berliner am Montag hatte der 31-Jährige Kontakt zum brasilianischen Erstligisten Palmeiras Sao Paulo aufgenommen. Eine vorzeitige Auflösung seines bis 2007 datierten Vertrages wird immer wahrscheinlicher, zumal sich Herthas Manager Dieter Hoeneß die Allüren seiner launischen Diva in Zukunft nicht mehr gefallen lassen will. Auch am Mittwochmorgen war Marcelinho zum Training nicht eingetroffen.

"Es gibt Spekulationen von Agenten, die ein Austauschgeschäft für Marcelinho zu Palmeiras über ein Jahr vorschlagen", sagte Hoeneß. Der Manager will aber zunächst mit Marcelinho persönlich sprechen. Ein Kaufangebot für den Brasilianer liege aus Südamerika nicht vor. Auch eine Anfrage vom russischen Top-Klub Zska Moskau, der ebenfalls Kontakt zum Spieler aufgenommen haben soll, habe es nicht gegeben.

Palmeiras braucht dringend Verstärkungen

Brasilianische Medien berichteten von einem Treffen zwischen Marcelinhos Berater und Palmeiras Fußball-Direktor Salvador Hugo Palaia in der vergangenen Woche. Der Traditionsklub rangiert in der für die WM unterbrochenen Meisterschaft auf einem Abstiegsplatz und benötigt nach Aussagen von Vize-Präsident Jose Cirillo unbedingt Verstärkungen.

Marcelinho selbst scheint zu spüren, dass Hertha ihn nicht mehr wie in den vergangenen Jahren unbedingt halten will. Die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung hatten bei Hoeneß in der letzten Zeit nicht oberste Priorität. Zudem hat Yildiray Bastürk in den vergangenen zwei Jahren bewiesen, dass er die Rolle im Mittelfeld beim Hauptstadt-Klub ebenso effektiv ausfüllen kann.

Nicht mehr dulden will Hoeneß in Zukunft die Extratouren des launischen Mittelfeldspielers Marcelinho, der am Montag zum vierten Mal in Folge den Trainingsauftakt verpasst hatte. "Das Maß ist voll. Ich habe keine Lust mehr, mich mit ihm herumzuärgern. Wir werden rigoros vorgehen. Das wird teuer für ihn", sagte Hoeneß. In der Vergangenheit musste Marcelinho für sein Zuspätkommen bereits eine Strafe von 20 000 Euro bezahlen.

Hoeneß: "Er tritt die Interessen des Vereins mit Füßen"

Durch sein erneutes Fehlen zum Trainingsaufatkt sei die Mannschaft in ihrer Vorbereitung auf die neue Saison geschwächt worden, sagte Hoeneß: "Er tritt die Interessen des Vereins mit Füßen. Das lasse ich mir nicht länger bieten."

Der Brasilianer hatte sein Fernbleiben am Montag damit erklärt, dass angeblich die Zufahrtsstraße zum Flughafen gesperrt gewesen sein soll. Die Erklärung wollte Hoeneß nicht gelten lassen, zumal der Verein alles Mögliche für eine pünktliche Rückkehr seines Spielers unternommen habe: "Wir können ihm nur die Flüge buchen, reisen muss er selbst."

© SID

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