Fußball Bundesliga
Mehr Mitspracherecht für Hertha-Mitglieder

Die Mitglieder von Bundesligist Hertha BSC Berlin bekommen mehr Mitspracherecht. Sowohl der Aufsichtsrat als auch das Präsidium wird in Zukunft direkt von den Mitgliedern gewählt und abberufen.

Mehr Mitspracherecht bei der Besetzung wichtigter Vereinsgremien für die Mitglieder von Bundesligist Hertha BSC Berlin. 325 Klub-Mitglieder stimmten auf einer außergewöhnlichen Versammlung im Berliner Kongresszentrum bei neun Enthaltungen und nur zwei Gegenstimmen einer Satzungsänderung zu, die eine interne Kommission des Vereins in den vergangenen Jahren ausgearbeitet hatte.

"Mehr Sorgfalt, mehr Sachverstand und mehr Demokratie geht nicht. Mit dieser Änderung gehen wir weiter als alle anderen Bundesligisten", sagte Herthas Präsident Bernd Schiphorst zu Beginn der Versammlung. Manager Dieter Hoeneß, Trainer Lucien Favre und die Mannschaft waren der Versammlung ferngeblieben.

Die wichtigste Neuerung ist, dass in Zukunft sowohl der Aufsichtsrat als auch das Präsidium direkt von den Mitgliedern gewählt und abberufen werden kann. Bisher wurde das Präsidium vom Aufsichtsrat bestimmt. Während das Präsidium den bisherigen Beteiligungsausschuss ersetzt und von fünf auf neun Mitgliedern vergrößert wird, dezimiert sich die Anzahl der Personen im Aufsichtsrat von neun auf fünf Mitglieder.

"Ausgliederung war ein weiser Beschluss"

Die Gründe für die Einführung des neuen "Grundgesetzes", so Schiphorst, seien in der Ausgliederung des Profibetriebes und der Gründung der Kapitalgesellschaft vor sieben Jahren zu finden. "Das war damals ein weiser Beschluss", so Schiphorst. Mittlerweile habe der Klub die "richtige Flughöhe erreicht" und setze mit der Reform einen Schlusspunkt unter die Ausgliederung der Profi-Abteilung.

Im Vorfeld musste Hertha das Reform-Paket von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) absegnen lassen. "Wir haben nur unter zwei Bedingungen Grünes Licht bekommen", erklärte Schiphorst. Zum einen muss die Kandidaten-Liste für die Wahl des Präsidiums vom Aufsichtsrat bewilligt werden. Die andere Prämisse betrifft das Abstimmungsverhältnis: Präsidium und Aufsichtsrat können nur dann abgewählt werden, wenn drei Viertel der Mitglieder dafür stimmen.

© SID

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