Fußball Bundesliga
Meier Rettig-Nachfolger in Köln?

Michael Meier wird nach sid-Informationen neuer Manager beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten 1. FC Köln. Bereits in dieser Woche soll der 56-Jährige als Nachfolger von Andreas Rettig offiziell vorgestellt werden.

Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (sid) ist die Suche nach einem neuen Manager beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten 1. FC Köln beendet. Wie der sid aus sicherer Quelle erfuhr, soll Michael Meier in dieser Woche als Nachfolger des am vergangenen Samstag nach der 2:3-Niederlage bei Arminia Bielefeld zurückgetretenen Andreas Rettig vorgestellt werden.

Der 1. FC Köln konnte nach Angaben des neuen Medienbeauftragen Christopher Lymberopoulos diese Informationen nicht bestätigen. FC-Vizepräsident Jürgen Glowacz sagte der Boulevard-Zeitung Express (Dienstag-Ausgabe) zur Person Meier: "Er steht auf unserer Liste der Kandidaten." Gleichzeitig bestätigte Rolf Rüssmann, dass er aus diesem Kreis ausgeschieden sei. "Das ist nicht mein Ding", sagte der frühere Manager der Bundesligisten Schalke 04, Borussia Mönchengladbach und VfB Stuttgart dem sid.

Meier dementiert Verhandlungen

Michael Meier war am 30. Juni 2005 als Geschäftsführer der Borussia Dortmund Gmbh & Co. Kgaa nach über 15 Jahren ausgeschieden. Er wurde zusammen mit dem Präsidenten Gerd Niebaum für die existenzbedrohende Finanzkrise beim Champions-League-Sieger und Weltpokalgewinner von 1997 verantwortlich gemacht worden. Der dreifache Familienvater, dessen drittes Kind, Tochter Antonia-Katharina, erst vor zwei Wochen das Licht der Welt erblickte, arbeitete bei seiner ersten Station als Manager zwischen 1981 und 1987 schon einmal beim ersten Meister in der Bundesliga-Geschichte.

Meier, der gerade auf dem Weg zu einer Sitzung der DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh nach Frankfurt/Main war, wollte auf Anfrage am Dienstag nichts bestätigen. "In 25 Jahren Bundesliga-Geschäft habe ich gelernt, gewisse Dinge sensibel zu behandeln", sagte Meier dem sid, gab aber gegenüber der Westfälischen Rundschau in Dortmund zu: "Es stimmt. Ich stehe mit dem 1. FC Köln in Kontakt, aber wir haben noch nicht verhandelt."

FC-Präsident Wolfgang Overath hatte am vergangenen Sonntag anlässlich der offiziellen Bekanntgabe der Trennung von Trainer Uwe Rapolder erklärt, dass zunächst der neue Manager gefunden werden müsse und dann mit in die Suche des neuen Cheftrainers eingebunden werden solle.

Toppmöller Topkandidat auf Trainer-Posten

Bei der Suche nach dem Fußball-Lehrer ist Klaus Toppmöller offenbar weiter der Topkandidat. "Ich will die Gespräche nicht gefährden. Ich habe zwei Angebote aus dem Ausland, darunter eines aus Georgien und einem weiteren europäischen Land sowie von zwei deutschen Vereinen", erklärte "Toppi", der seit seiner Entlassung beim Hamburger SV am 17. Oktober 2004 arbeitslos ist.

"Mit Arbeit und nochmals Arbeit kann man die Rettung schaffen", sagte Toppmöller zur Situation in Köln, hatte dann aber von den Spekulationen die Nase voll: "Das Telefon steht hier nicht still. Es ist wie im Irrenhaus. Bis Mittwoch will ich mich entscheiden, und diese Entscheidung ist schwer genug."

© SID

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