Fußball Bundesliga
Mönchengladbach: Bonhof und Netzer streiten

Ein Interview von Berti Vogts zur Situation bei Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat einen Streit zwischen Günther Netzer und Borussen-Vizepräsident Rainer Bonhof ausgelöst.

Die ehemaligen Stars Rainer Bonhof und Günter Netzer haben sich angesichts der prekären sportlichen Situation beim fünfmaligen deutschen Meister Borussia Mönchengladbach ein wenig in die Haare gekriegt. Streitpunkt einer lebhaften Diskussion in der Sendung Sky90 am Sonntagabend war ein Zeitungs-Interview des ehemaligen gemeinsamen Kollegen Berti Vogts, der bei der Borussia unter anderem "Vetternwirtschaft" angeprangert hatte. Mönchengladbach hatte am Sonntag 0:3 beim SC Freiburg verloren und bleibt weiter abgeschlagen Tabellenletzter.

"Die Kritik ist wichtig. Hier ist Einiges im Argen. Der Verein wird von einem Präsidenten geführt, der alles an sich gerissen hat. Das ist viel zu viel Machtfülle", sagte der ehemalige Spielmacher Netzer zum Vorsitzenden Rolf Königs. Dem widersprach Bonhof, Vizepräsident bei der Borussia, energisch und sprach von "Blödsinn. Wir haben ein Satzung. Über alle Dinge wird beraten und dann mehrheitlich abgestimmt. Ich glaube, dass ich zu Günter und Berti ein gutes Verhältnis habe. Sie sind hier jederzeit herzlich willkommen, um ihre Sicht darzustellen. Kaffee und Kuchen ist auch immer da. Aber den Weg, den Berti über die Presse gewählt hat, finde ich nicht gut", sagte Bonhof, der sich auch über Kritik ohne genaue Kenntnis der Interna ärgerte.

Netzer wiederum machte klar, dass es wichtig sei, Kritik in dieser Form zu äußern und wies sogar auf seine Rolle als Kolumnist hin. Hart ins Gericht ging Netzer zudem mit der Reaktion von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl auf die Kritik von Vogts: "Hier wurde mein Freund Berti Vogts angegriffen. Das kann ich nicht dulden. Das war eine recht unverschämte Reaktion von Eberl, der nichts vorzuweisen hat, an einem verdienten Spieler, der viel für diesen Verein getan hat."

Eberl hatte sich verwundert darüber geäußert, dass Vogts aus der Ferne über Spieler und Arbeit des Trainers Michael Frontzeck urteile. Der Sportdirektor hatte Vogts auch dafür kritisiert, seinen Verein öffentlich zu diskreditieren und sich "hinten heraus für einen Job anzubieten". Das sei "kein respektvoller Umgang".

© SID

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