Fußball Bundesliga
Münchener Mannschaftsrat arbeitet mit Klinsmann

Der Mannschaftsrat des FC Bayern München hat nicht eigenmächtig die Taktik umgestellt. "Das ist absoluter Quatsch", dementiere Miroslav Klose entsprechende Medienberichte.

Miroslav Klose hat Berichte bestätigt, wonach die Mannschaft von Bayern München zuletzt die Initiative zu einem Taktikwechsel gegenüber Trainer Jürgen Klinsmann ergriffen hat. Zugleich widersprach der Nationalstürmer aber der Darstellung, dass das Team eigenmächtig defensiver gespielt habe.

"Es gab keine Mannschaftssitzung, wo der Trainer nicht dabei war. Das ist absoluter Quatsch", sagte Klose am Freitag zwei Tage nach dem 5:0-Auswärtssieg in der Champions League bei Sporting Lissabon, räumte aber ein: "Wir waren uns im Mannschaftsrat einig, dass irgendetwas nicht stimmt und haben uns entschieden, defensiver zu spielen. Der Trainer war in jedem Gespräch dabei."

Bayerns Presseabteilung verschickt "Richtigstellung"

Die Bayern hatten von vier Rückrunden-Spielen der Bundesliga drei verloren, zuletzt gegen den 1. FC Köln 1:2. Nach dieser Niederlage habe man sich "grundsätzlich zusammengesetzt". Man sei sich einig gewesen, "dass wir mehr Wert auf die Defensive legen müssen", berichtete Klose. Neben Klose gehören Philipp Lahm, Lucio, Mark van Bommel und Martin Demichelis dem Mannschaftsrat an.

Am Nachmittag verschickte die Presseabteilung des Rekordmeisters sogar eine Mitteilung des Mannschaftskapitäns van Bommel mit der Betreffzeile "Richtigstellung der Mannschaft des FC Bayern München".

Darin heißt es: "In einer Münchner Tageszeitung von heute (Freitag, 27.2.2009) wurde in der Berichterstattung über den FC Bayern München behauptet, dass es nach dem Bundesligaspiel gegen den 1.FC Köln (1:2) eine interne Mannschaftssitzung gegeben hätte - ohne unseren Trainer Jürgen Klinsmann. In dieser angeblichen Sitzung hätten die Spieler eine Umstellung des Spielsystems beschlossen. Dies ist unwahr."

Ribery: "Entscheidungen über Spielsysteme sind stets Entscheidungen des Trainers"

Gemeint war ein Bericht der AZ. Weiter wird van Bommel wird in der bemerkenswerten Mitteilung zitiert: "Auch im Namen der Mannschaft erkläre ich, dass es keine Sitzung ohne Trainer Jürgen Klinsmann gegeben hat" und "dass es keine Entscheidung der Spieler über ein anderes Spielsystem gibt. Natürlich haben wir nach der Niederlage gegen Köln das Spiel analysiert und miteinander diskutiert - immer aber mit Trainer Jürgen Klinsmann. Und Entscheidungen über Spielsysteme sind stets Entscheidungen des Trainers. Ich bitte Sie, diesen Sachverhalt so zu akzeptieren."

Franck Ribery, der an den Gesprächen nach eigenen Angaben nicht teilgenommen hat, unterstützt die defensivere Ausrichtung der Mannschaft. "Es ist sehr wichtig, dass wir kompakt stehen und in der Verteidigung gut arbeiten", sagte der Franzose.

Zugleich ergriff er Partei für den zuletzt in Lissabon nicht berücksichtigten Innenverteidiger Daniel van Buyten, der sich darüber öffentlich beklagt und Klinsmann Wortbruch vorgeworfen hatte. "Er ist ein sehr guter Verteidiger, genauso wie Lucio und Demichelis. Ich hoffe, er bekommt wieder die Möglichkeit, sich zu zeigen", sagte Ribery, bester Kumpel des Belgiers beim Rekordmeister.

Ungehalten reagierte der Mittelfeldstar der Bayern auf die anhaltenden Transfergerüchte um seine Person. "Die Fragen über einen Wechsel stören mich seit einiger Zeit. Da ist nichts dran. Die Geschichten nehmen mir die Energie. Mir geht es darum, Spaß zu haben und Fußball zu spielen", sagte Ribery.

© SID

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