Fußball Bundesliga
Nach Streit um Streit Eintracht bei der Eintracht

Albert Streit wird auch in der kommenden Saison für Eintracht Frankfurt auflaufen. In einem 90-minütigen Gespräch schlossen Streit und Trainer Friedhelm Funkel nach dem Zwist inder letzten Saison jetzt einen Burgfrieden.

Auch in der nächsten Spielzeit wird im Mittelfeld der Frankfurter Eintracht Streit herrschen. Flügelspieler Albert Streit hat sich knapp eine Woche vor dem Trainingstart der Main-Hessen in einem Friedensgipfel mit Trainer Friedhelm Funkel auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt.

In dem 90-minütigen Gespräch schlossen Streit und Funkel nach dem geplatzten Wechsel des Mittelfeldspielers zu Schalke 04 einen Burgfrieden. "Albert ist Profi genug und wird sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Alle müssen an einem Strang ziehen, um Erfolg zu haben", betonte Streits Berater Klaus Gerster nach der Unterredung.

Auch Frankfurts Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen versuchte ob der unglücklichen und diffizilen Situation die Wogen zu glätten. "Das ist kein Horrorszenario für uns. Albert ist ein guter Spieler", lobte Bruchhagen den besten Torvorbereiter der Hessen, der mit seinem bereits vor dem Ende der letzten Saison vollmundig verkündeten Wechsel zu Vizemeister Schalke ein Eigentor geschossen hatte.

Die Königsblauen boten für Streit "nur" rund zwei Mill. Euro, die Eintracht forderte mehr und beharrt jetzt auf den bis 2009 laufenden Kontrakt mit dem Ex-Kölner. Zu halten sein wird der streitbare Streit nach der Saison aber wohl nicht mehr. Der dann um ein Jahr verzögerte Wechsel zu Schalke soll schon so gut wie perfekt sein - für eine in Streits Kontrakt festgeschriebene Ablösesumme von einer Million Euro.

Reaktion der Fans mit Spannung erwartet

Die Äußerungen von Streit ("Wir werden keine Freunde mehr") über Funkel, der den Techniker in der vergangenen Runde sogar für drei Spiele aussortierte, will Bruchhagen dann auch nicht überbewerten: "Die von Albert entdeckten Ressentiments gegen den Trainer gehören in die Abteilung geplanter Vereinswechsel", relativierte der Vorstands-Vorsitzende.

Man darf gespannt sein, wie die Eintracht-Fans den verlorenen geglaubten Sohn, der vor Wochen bereits aus seinem Reihenhaus in Neu-Isenburg/Gravenbruch ausgezogen ist, aufnehmen werden. Innerhalb der Mannschaft dürfte Streit zumindest zwei einflussreiche Fürsprecher haben. Jüngst verbrachte er noch zusammen mit Stürmer Ioannis Amanatidis und Abwehr-Koloss Sotirios Kyrgiakos seinen Sommerurlaub auf der griechischen Szene-Insel Mykonos.

Insgeheim wird Funkel aber auf einen willigen Streit hoffen, denn die Eintracht steht nach der finanziell erfolgreichsten, aber sportlich durchwachsenen Saison (Platz 14) unter Druck. Besonders die triste Heimbilanz mit nur fünf Siegen (insgesamt 20 Punkte) - nur Absteiger Alemannia Aachen war noch erfolgloser (19) - verstimmte das Publikum. "Die Runde war zu wechselhaft, um zufrieden zu sein. Wir müssen konstanter werden", forderte Funkel vor dem Trainingsauftakt am 2. Juli.

Kontinuität versprechen sich die Hessen, die mit 26 300 verkauften Dauerkarten einen neuen Vereinsrekord aufstellten, von ihren beiden ablösefreien Neuzugängen Junichi Inamoto (Galatasaray Istanbul) und Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV). Allerdings muss Funkel in der Vorbereitung auf den Iraner Mahdavikia verzichten, der ebenso wie Frankfurts japanischer Stürmer Naohiro Takahara am Asien-Cup (7. bis 29. Juli) teilnimmt.

© SID

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