Fußball Bundesliga
Namensdebatte: Hoeneß sieht keinen Gesprächsbedarf

In der Debatte um einen möglichen Verkauf der Namensrechte des Berliner Olympiastadions sieht Hertha-Manager Dieter Hoeneß keinen Gesprächsbedarf: "Die Frage stellt sich im Moment nicht."

Die aktuelle Debatte um den Verkauf der Namensrechte am Olympiastadion hält Bundesligist Hertha BSC Berlin für unangebracht. "Die Frage stellt sich im Moment nicht, darum beteiligen wir uns auch nicht an den Spekulationen", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß dem Sport-Informations-Dienst (sid) und fügte hinzu: "Erst wenn ein potentieller Sponsor gefunden werden sollte, könnte das Thema wieder aktuell werden."

Hoeneß verwies auf eine beim letzten Treffen zu diesem Thema vor einem Jahr getroffene Vereinbarung mit dem Senat, wonach man sich zusammensetzen wolle, sofern es einen geeigneten Interessenten gebe.

"Kein Gespräch zwischen den Parteien"

Auch die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport wäre in diesem Fall gesprächsbereit. "Dann würde es sicher ein Treffen geben, was nicht mit einer Zusage zu werten ist. In der letzten Zeit gab es allerdings kein Gespräch zwischen den Parteien", sagte Sprecher Hubertus Benert, der im Senat derzeit keine Tendenz für oder gegen eine Umbenennung sieht. "Das Meinungsbild kann man als offen bezeichnen."

Die Berliner Morgenpost hatte am Sonntag über forcierte Pläne des Berliner Senats zum Verkauf der Namensrechte am Olympiastadion berichtet. Dem Artikel zufolge soll der Vertrag über die Vergabe der Namensrechte, über den der Senat als Eigentümer entscheidet, eine Laufzeit zwischen acht und zehn Jahren haben und per anno mindestens fünf Mill. Euro bringen.

Name Olympiastadion eine Marke für sich

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael Müller hatte daraufhin seine Bedenken geäußert. Es gebe Grenzen der Vermarktung. Der Name Olympiastadion sei eine Marke für sich und dürfe nicht verändert werden, so Müller.

Dagegen hatte sich Herthas Aufsichtsratsvorsitzender Werner Gegenbauer zuvor für eine Namensänderung ausgesprochen. Weil man damit die Einnahmen verbessern könne, läge dies im Interesse des Vereins, so Gegenbauer.

© SID

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