Fußball Bundesliga
Nervenflattern in Dortmund, Schaulaufen bei Bayern

Vor dem Spiel gegen Hannover 96 liegen die Nerven bei Borussia Dortmund blank. Derweil steht beim FC Bayern trotz Angstgegner Frankfurt Schaulaufen der Reservisten auf dem Plan.

Das Auswärtsspiel des FC Bayern München bei Angstgegner Eintracht Frankfurt nutzt der Rekordmeister zum entspannten Schaulaufen seiner Reserve, bei Final-Gegner Borussia Dortmund herrscht dagegen vor der Bundesliga-Partie gegen Hannover 96 (20.00 Uhr/live bei Premiere) helle Aufregung.

"Wenn du so eine Klatsche kriegst und so vorgeführt wirst, ist das für das Pokalfinale nicht gerade hilfreich. Ich kann verlangen, dass wir uns ein bisschen mehr den Arsch aufreißen", wütete Manager Michael Zorc noch drei Tage nach der 0:5-Schlappe in München. Während im Dortmunder Umfeld die Kritik an Trainer Thomas Doll zunehmend lauter wird, sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball der Westfälischen Rundschau: "Wenn ich auf die Tabelle schaue und sehe, dass wir uns keinen Schritt nach vorne bewegen, bekomme ich einen Anfall von Depressionen."

Allerdings geht es für den BVB in der Bundesliga und im Pokalfinale nur noch um das Prestige - und möglicherweise um die Zukunft von Doll. Da den Bayern die Qualifikation für die "Königsklasse" wohl nicht mehr zu nehmen ist, sind die Dortmunder auch bei einer Final-Pleite für den Uefa-Cup qualifiziert. Das Saisonziel ist für die Profis damit schon einen Monat vor Rundenende erreicht.

Für Hannovers Trainer Dieter Hecking eine glänzende Vorlage, um nach dem 2:1 gegen Frankfurt am Samstag den zweiten Sieg in Serie und den ersten Auswärtserfolg seit viereinhalb Monaten einzufahren. "Das wird eine haarige Angelegenheit. Wir müssen den Dortmundern in dieser Situation auf die Füße steigen", meinte Hecking.

Während den Dortmundern vor dem Pokalfinale gehörig die Nerven flattern, reist der FC Bayern völlig gelöst zu Angstgegner Eintracht Frankfurt. Ze Roberto ist gesperrt, Oliver Kahn verletzt und Franck Ribery und Miroslav Klose werden voraussichtlich erneut geschont. Im Mittelfeld könnten der wechselwillige Jan Schlaudraff, Toni Kroos oder Jose Ernesto Sosa eine Bewährungschance erhalten, im Tor steht Michael Rensing.

Auswärtspleite wäre kein Problem für Bayern München

Ohnehin würde die Bayern die 18. Auswärtspleite bei Eintracht Frankfurt nicht weiter stören. "Die drei ausstehenden Auswärtsspiele könnte man verlieren und wäre trotzdem Meister. Ich glaube nicht, dass da noch viel passieren kann", sagte FCB-Manager Uli Hoeneß. Dagegen will Ottmar Hitzfeld auch das Spiel bei den Hessen mit aller Macht gewinnen. Es wäre der 100. Auswärtssieg des Erfolgs-Trainers in der Bundesliga.

Derweil wäre der 1. FC Nürnberg schon froh, endlich mal wieder ein Spiel vernünftig zu Ende zu bringen. Beim 3:1 in Frankfurt sorgten Krawallmacher auf der Tribüne für Ärger, am vergangenen Freitag verhinderten sintflutartige Regenfälle beim Stand von 1:0 gegen Wolfsburg den vorübergehenden Sprung ans rettende Ufer. "Durch diesen Ausfall sind wir in der Perspektive des Hinterherhinkenden. Aber wir sind stabil genug, um damit umzugehen", meinte "Club"-Coach Thomas von Heesen vor dem Gastspiel bei Meister VfB Stuttgart. Die Begegnung wird am kommenden Sonntag nachgeholt.

Erneuter Torwartwechsel in Stuttgart

Die Stuttgarter haben allerdings wie auch Bayer Leverkusen, das bei Arminia Bielefeld zu Gast ist, die Qualifikation für die Champions League noch nicht aufgegeben. VfB-Trainer Armin Veh wird voraussichtlich einmal mehr den Torwart wechseln, nachdem Sven Ulreich beim 0:3 in Leverkusen zweimal schwach abwehrte. Mit Raphael Schäfer soll nun der Endspurt um die "Königsklasse" angegangen werden. "Wir haben ihn ja geholt, weil wir überzeugt von ihm waren - und das sind wir immer noch", meinte Veh.

Unterdessen will der MSV Duisburg im Tabellenkeller den 1: 0-Sieg in Hamburg mit einem Erfolg gegen den derzeit schwächelnden Karlsruher SC vergolden. Allerdings konnte der MSV in der laufenden Saison nie zweimal in Folge dreifach punkten.

© SID

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