Fußball Bundesliga
Nervenschlacht vor dem Gipfeltreffen in München

Das Gipfeltreffen zwischen Tabellenführer Schalke 04 und Verfolger Bayern München steht im Mittelpunkt des 27. Spieltages der Bundesliga. Die Kontrahenten haben sich schon einmal verbal warmgeschossen.

Vor dem Spitzenspiel des 27. Spieltages der Bundesliga zwischen Bayern München und Tabellenführer Schalke 04 (heute 15.30 Uhr/live bei arena) lassen die Kontrahenten nichts unversucht, um den Gegner zu verunsichern. Ob Mirko Slomka gegen Owen Hargreaves oder Ottmar Hitzfeld gegen das vermeintlich nervenschwache Schalke-Team - die Länderspielpause hat die Streithähne nicht zur Ruhe kommen lassen.

Schalke hat drei Punkte Vorsprung auf Werder Bremen, das bei Energie Cottbus antreten muss, und neun auf den Vierten Bayern. Deren Trainer Hitzfeld sieht aber seine Mannschaft im Vorteil: "Der erste Platz kann Druck erzeugen. Das hat man den Schalkern in den letzten Partien auch angesehen. Ich gehe davon aus, dass wir sie schlagen." Der Konter auf diese Attacke folgte prompt. "Die Bayern haben enormen Druck. Bei einer Pleite könnten die Champions-League-Plätze für sie in weite Ferne rücken", sagte Slomka.

Der Schalke-Coach will im Mittelfeld der Bayern "einige Lücken" erkannt haben - für den stolzen deutschen Rekordmeister ein nicht hinzunehmender Affront. "Der Slomka hat doch keine Ahnung. Was weiß ich, was der gesehen haben will. Unser Trainer hat auf jeden Fall mehr Ahnung. Wir gewinnen, da kann der Schalke-Trainer erzählen, was er will", giftete Mittelfeldspieler Hargreaves via Bild zurück.

Hitzfeld will es dem Rivalen zeigen

Auch Hitzfeld will dem Rivalen zeigen, "wer die größeren Löcher hat. Das Team brennt darauf zu zeigen, wer die beste Mannschaft in der Bundesliga ist". Zwei Punkte beträgt der Rückstand der Bayern auf den vom VfB Stuttgart gehaltenen dritten Platz und damit auf die Fleischtöpfe der Champions League. Ein Sieg gegen Schalke ist in dieser Situation Pflicht. Hitzfeld: "Jetzt ist Charakter gefragt. Aber ich bin mir sicher, dass wir unter die ersten Drei kommen."

Personell können beide Teams nahezu aus dem Vollen schöpfen. Die Bayern müssen nur auf den Länderspiel-gestressten Ersatzstürmer Roque Santa Cruz verzichten. Bei den Königsblauen fehlt nur der noch rotgesperrte Lincoln. Peter Lövenkrands ist nach einem Bänderriss wieder fit und auch Mladen Krstajic wird trotz seines Rippenbruchs spielen. "Wir werden die Schwächen der Bayern aufdecken", verspricht Slomka, der auch auf die Unterstützung von 12 000 Fans baut.

Bremen nach Cottbus

Ganz so viele Bremer werden nicht nach Cottbus reisen. Dennoch hofft Werder, mit einem Sieg an die Spitze springen zu können. Dazu ist eine gleichzeitige Pleite der Schalker nötig. "Wir haben ein Auge auf das andere Ergebnis, weil wir selbst unser Schicksal nicht mehr in der Hand haben", sagte Trainer Thomas Schaaf. Cottbus werde seiner Truppe, die nach wie vor ohne Frank Baumann und Tim Borowski antreten muss, "das Leben schwer machen und konsequent auf unsere Fehler lauern", fürchtet der Coach.

Energie braucht Punkte im Abstiegskampf, wie auch Schlusslicht Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt, die im direkten Duell aufeinandertreffen. "Die Mannschaft glaubt an ihre Stärke", sagte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel. Rückkehrer Albert Streit soll diesen Glauben weiter stärken. Auch die Borussia hofft nach den Vertragsverlängerungen von Trainer Jos Luhukay und Nationalstürmer Oliver Neuville auf einen Schub. Neuville soll zumindest für einen Kurzeinsatz wieder zur Verfügung stehen. "Die Mannschaft hat zuletzt Fortschritte gemacht", sagte Sportchef Christian Ziege.

Mit Mainz 05 (gegen Bayer Leverkusen) und Alemannia Aachen (beim VfB Stuttgart) kämpfen am Samstag zwei weitere Teams um Punkte für den Klassenverbleib. Der 1. FC Nürnberg will Hertha BSC Berlin im direkten Duell um Uefa-Cup-Platz fünf auf Distanz halten.

© SID

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