Fußball Bundesliga
Nervenstarke Wolfsburger beenden BVB-Serie

Der VfL Wolfsburg ist nur noch 180 Minuten vom Gewinn seiner ersten deutschen Fußball-Meisterschaft entfernt. Die "Wölfe" beendeten am Dienstag durch ein 3:0 (1:0) im Bundesliga-Spitzenspiel die Siegesserie von Borussia Dortmund und verteidigten mit dem 15. Sieg im 16. Heimspiel dank des besseren Torverhältnisses die Tabellenspitze.

WOLFSBURG. Drei Tage nach der Pleite in Stuttgart spielte das Team des scheidenden Magath wieder meisterlich auf. Einmal mehr war es dabei die überragende Sturmreihe der Niedersachsen, die vor 30 000 Zuschauern in der Volkswagen-Arena den Unterschied machte: Dank der Saisontore Nummer 44 bis 46 der beiden Ausnahmestürmer Edin Dzeko (15./85.) und Grafite (47.) gewann das zu Hause weiter ungeschlagene Magath-Team 3:0 (1:0) und behauptete seinen zwei-Tore-Vorsprung gegenüber den punktgleichen Bayern. Mit Siegen bei Hannover 96 und am letzten Spieltag zu Hause gegen Werder Bremen könnte das Fußball-Märchen für die Niedersachsen wirklich wahr werden.

"Entscheidend war, dass wir nach vorne agiert haben und da haben wir Qualität", sagte Wolfsburgs Trainer Felix Magath nach der Partie. Und auch bei den Akteuren war nach der Pleite von Stuttgart so etwas wie Erleichterung herauszuhören: "Nach der Niederlage in Stuttgart wurde bei uns alles schlechtgemacht. Heute haben wir bewiesen, dass wir noch da sind", sagte Nationalspieler Marcel Schäfer: "Ich denke, wer jetzt zwei Spiele gewinnt, wird Meister, und ich glaube, dass uns das gelingt."

Dagegen musste die Borussia nach zuletzt sieben Siegen in Serie einen Rückschlag im Kampf um einen Platz in der Europa League hinnehmen. Zudem sah U21-Nationalspieler Kevin-Prince Boateng wegen groben Foulspiels nur neun Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte. Das 0:1 war das erste Gegentor des BVB nach 453 Minuten. "Wir sind ausgekontert worden von einer bärenstarken Mannschaft. Wir haben nicht viel falsch gemacht", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp.

Die "Wölfe", die Trainer Magath auf zwei Positionen verändert hatte - Alexander Madlung und Hasebe standen für Jan Simunek und Peter Pekarik in der Startelf -, zeigten sich drei Tage nach der 1:4-Pleite beim VfB Stuttgart gut erholt und verbuchten dank einer Klasseleistung ihren insgesamt 19. Saisonsieg. Im eigenen Stadion ist der VfL sogar seit nunmehr 13 Monaten unbesiegt. Grafite übernahm mit 24 Toren vorübergehend wieder die alleinige Führung in der Torschützenliste, Sturmpartner Dzeko (22, 17 davon in der Rückrunde) ist neben Stuttgarts Mario Gomez (23) nun sein schärfster Verfolger.

Seite 1:

Nervenstarke Wolfsburger beenden BVB-Serie

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%