Fußball Bundesliga
Neues KSC-Stadion liegt auf Eis

Der Neubau des Stadions des Bundesligisten Karlsruher SC ist erst einmal gestoppt. Grund sind die von den geplanten 58 auf 73 Mill. Euro explodierten Baukosten.

Die Fans des Karlsruher SC können in absehbarer Zukunft ihre Idole doch nicht in einem schmucken neuen Stadion bejubeln. Hinter dem zuletzt als sicher geltenden Neubau des veralteten Wildparkstadions steht wieder ein großes Fragezeichen. Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich hat den für Sommer 2009 anvisierten Baubeginn als "nicht mehr haltbar" bezeichnet.

Als Grund nannte Fenrich die veranschlagten Baukosten, die von 58 auf 73 Mill. gestiegen seien. Ausschlaggebend für die Kostenexplosion sind laut Fenrich die neuen Forderungen des KSC, der unter anderem ein besseres Parksystem verlange, und Auflagen der Deutschen Fußball Liga (DFL). "Der Gemeinderat muss neu darüber beschließen, ob er die Mehrkosten mittragen will", erklärte das Stadtoberhaupt.

Raase: "Sehr befremdend"

Der Verein wies die Äußerungen zurück. Die Erklärung des Oberbürgermeisters stehe "in deutlichem Widerspruch zu den Verhandlungen und den Ergebnissen der mit Vertretern der Stadt und des KSC besetzten Verhandlungskommission", sagte der KSC-Präsident Hubert Raase: "Wir haben immer deutliche und verbindliche Aussagen gemacht. Uns jetzt im Rahmen einer öffentlichen Verlautbarung genau das Gegenteil zu unterstellen, ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr befremdend."

Durch die "mittlerweile mehrfach getätigten öffentlichen Äußerungen des Oberbürgermeisters der Stadt Karlsruhe in der jüngeren Vergangenheit" sei beim KSC "der Eindruck entstanden, dass die Umsetzung des Stadionumbaus von der Verwaltung als notwendiges Übel angesehen wird", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Die Stadt braucht das neue Stadion"

Die Verwaltung sei "gefordert, den Gemeinderatsbeschluss zum Umbau des Stadions konsequent umzusetzen. In unseren Augen braucht die Stadt das neue Stadion ebenso wie der KSC und die Leute in der Region", sagte Raase.

Erst im Herbst des vergangenen Jahres hatten alle beteiligten Parteien ihre jahrelangen Auseinandersetzungen um den Neubau des Stadions für beendet erklärt.

© SID

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