Fußball Bundesliga: Neururer tritt zur "Rettung der Bundesliga" an

Fußball Bundesliga
Neururer tritt zur "Rettung der Bundesliga" an

"Ich gehe davon aus, dass wir gegen Bayern gewinnen", strotzt Peter Neururer vor dem Duell gegen München vor Selbstvertrauen. "Wir müssen das Selbstwertgefühl der Liga wiederherstellen", so der Coach von Hannover 96.

Mit seinem nächsten Coup will Peter Neururer zum Robin Hood der Bundesliga aufsteigen. "Wir müssen das Selbstwertgefühl der Liga wiederherstellen, in dem wir Bayern München schlagen", sagte der Trainer des Tabellensechsten Hannover 96 vor dem heutigen Duell mit dem Ligaprimus (15.30 Uhr/live in Premiere) und fügte in gewohnt forscher wie provokanter Manier an: "Ich gehe davon aus, dass wir gegen die Bayern gewinnen."

Von der "kessen Lippe" Neururers und der jüngsten Kritik an der wenig attraktiven Spielweise seiner Mannschaft will sich Münchens Meistercoach Felix Magath vor der Generalprobe für die Champions-League-Partie am Dienstag gegen den AC Mailand aber nicht verunsichern lassen. "Aus meiner Sicht ist unsere Welt in Ordnung", erklärte Magath mit breitem Grinsen.

Hertha plant Wiedergutmachung

Weniger in Ordnung ist die Welt bei Hertha BSC Berlin nach der Uefa-Cup-Pleite unter der Woche. Nach der Niederlage gegen Rapid Bukarest (0:1) und zuvor acht Pflichtspielen ohne Sieg droht Hertha-Star Marcelinho heute gegen Schalke 04 sogar die Verbannung auf die Bank. Der mit 16 Treffern in der Bundesliga-Torschützenliste führende Miroslav Klose muss sein Comeback nach dreiwöchiger Verletzungspause wegen eines Sehnenrisses in der Schulter weiter verschieben. Auch ohne den Nationalstürmer will Werder Bremen dafür sorgen, dass der Elf-Punkte-Rückstand auf die Bayern beim Auftritt in Dortmund nicht weiter anwächst. "Wir dürfen nicht mehr an Boden verlieren", mahnte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

München will zurück zu alter Stärke

Der zuletzt nicht überzeugende Doublegewinner aus München plant nach knapp fünf Monaten ohne verlorenes Bundesligaspiel ausgerechnet gegen die Mannschaft der Stunde aus Hannover (10 Spiele ohne Niederlage) die Rückkehr zu alter Stärke. "Wir wollen nicht nur gewinnen, sondern auch souverän sein", fordert Bayern-Stürmer Roy Makaay ungeachtet der Verbal-Attacken von Neururer, der nach siebenwöchiger Verletzungspause auf die Rückkehr von Nationalspieler Per Mertesacker hofft.

"Peter der Große" hatte sich jüngst über das angeblich herablassende Verhalten des Titelträgers beschwert, der mit den Gedanken wohl schon bei der Partie gegen Milan sei. "Die haben wohl vergessen, dass sie davor noch gegen uns ran müssen", polterte Neururer, der bewusst sein Image pflegt. Auch im Februar 2004 hatte der 50-Jährige verbal geschossen und mit dem VfL Bochum gegen die Bayern gewonnen (1:0). Neururer: "Da hatte ich auch eine große Klappe, mal sehen, ob sich das abgenutzt hat."

Kohler und "Auge" kehren an alte Wirkungsstätten zurück

Die Rückkehr an altbekannte Stätten birgt indes für die 90er-Weltmeister Jürgen Kohler als Trainer des MSV Duisburg (bei Bayer Leverkusen) und Klaus Augenthaler als Chefcoach des VfL Wolfsburg (beim 1. FC Nürnberg) offenbar keine besondere Brisanz. "Es war eine schöne Zeit, aber die Emotionen sind nicht mehr da", sagte Augenthaler, der die Nürnberger zwischen März 2000 und April 2003 betreute. Auch Kohler, vor anderthalb Jahren als Bayer-Sportdirektor ausgeschieden, reist ohne großen Respekt zurück in die Bayarena. "Man merkt, dass in Leverkusen gespart wird. Das geht auf Kosten der Qualität", urteilte der 105-malige Nationalspieler.

Beim 104. rheinischen Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln heißt das Motto "Verlieren verboten", auch wenn die Chefetage der Gladbacher ihren Treueschwur für Horst Köppel wiederholte.

© SID

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