Fußball Bundesliga
Nordisches Fehlschießen endet torlos

Der VfL Wolfsburg und Werder Bremen laufen ihren Ambitionen weiter hinterher. Am 15. Spieltag der Bundesliga verschossen beide Teams jeweils einen Elfmeter und trennten sich 0:0.

Pokalfinalist Werder Bremen und Ex-Meister VfL Wolfsburg stecken in der Bundesliga weiter in der Krise. Im "Duell der Enttäuschten" trennten sich die beiden mit internationalen Ambitionen in die Saison gestarteten Teams in der Wolfsburger Arena 0:0. Passend zur Situation ließen beide Teams beste Chancen auf einen Befreiungsschlag ungenutzt. Torsten Frings vergab in der 74. Minuten ebenso einen Foulelfmeter für Bremen wie Edin Dzeko nur zwei Minuten später für die "Wölfe".

Die Gastgeber, bei denen der glücklose Trainer Steve Mcclaren weiter in der Schusslinie bleibt, warten seit fünf Ligaspielen auf einen Dreier. Damit können die Wolfsburger das selbst formulierte Ziel von 25 Punkten bis zur Winterpause selbst bei Siegen in Kaiserslautern und im letzten Heimspiel des Jahres gegen 1 899 Hoffenheim nicht mehr erreichen. Bremen, das erstmals auf seinen ehemaligen Spielmacher Diego traf, gelang aus den letzten sieben Spielen nur ein Sieg.



Die in der ersten Hälfte auffälligster Akteur

Vor 30 000 Zuschauern war Wolfsburgs Spielmacher Diego in der ersten Hälfte der auffälligste Akteur und sorgte gegen seinen Ex-Klub für die ersten aufregenden Szenen. Bei seiner ersten Aktion stand nach einem Pass Mario Mandzukic knapp im Abseits. Kurz danach schoss der Brasilianer einen Freistoß aus aussichtsreicher Position direkt auf Nationaltorwart Tim Wiese (8.). Auf der Gegenseite hätte ein Ballverlust Diegos dagegen fast den Rückstand der Gastgeber bedeutet. Doch nach einem schnellen Konter verzog Philipp Bargfrede knapp (10.).

Auch im weiteren Spielverlauf stand der selbst von den Bremer Fans mit Applaus begrüßte Regisseur im Mittelpunkt. Doch erneut Wiese verhinderte nach einem Schuss Diegos das Wolfsburger 1:0 (15.). Im anschließenden Spielverlauf waren die Gastgeber weiter spielbestimmend, Werder lauerte auf Konter und versuchte schnell umzuschalten.

So auch in der 29. Minute: Nachdem Diego im Bremer Strafraum einen Elfmeter provozieren wollte, kombinierten die Gäste über Marko Marin und Aaron Hunt schnell nach vorne. Marko Arnautovic scheiterte allerdings aus spitzem Winkel mit einem harten Schuss.



Viele Fehlpässe im Mittelfeld

Nach der Pause verflachte die Begegnung zusehens. Viele Fehlpässe im Mittelfeld führten dazu, dass kaum zielstrebige Aktionen zustande kamen. Die beste Möglichkeit hatte Sascha Riether, dessen schwacher Abschluss jedoch Wiese keine Probleme bereitete (55.).

Auf der Gegenseite rettete nach einer Kombination Per Mertesacker wenige Meter vor der Torline vor dem einschussbereiten Mandzukic (62.). Wenige Minuten später war aber dann auch die Geduld des Publikums erschöpft. Einen Fehlpass von Kapitän Edin Dzeko quittierten die Fans mit Pfiffen.

Werder Kapitän Frings versagten in der Schlussphase vom Elfmeterpunkt die Nerven. Torwart Diego Benaglio lenkte den Strafstoß an die Latte. Bargfrede war zuvor zu Fall gebracht worden. Wenige Minuten setzte Dzeko einen Foulelfmeter über die Querlatte. Die letzte Großchance der Gäste vergab Marko Arnautovic (82.) leichtfertig.



Mcclaren: "Sind unglaublich enttäuscht"

"Wir sind unglaublich enttäuscht. Die erste Halbzeit war gut. Wir haben das Spiel kontrolliert und guten Fußball gezeigt. Wir sitzen alle zusammen in einem Boot, aber die Saison ist noch nicht vorbei. Wir müssen jetzt versuchen, die beiden letzten Spiele bis zur Winterpause zu gewinnen.", setzte Wolfsburg-Coach Mcclaren nach dem Spiel auf Zweckoptimismus.

Auch Trainer Thomas Schaaf zeigte sich nach den 90 Minuten enttäuscht, aber keinesfalls resigniert: "Wir haben heute wieder viele kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht, aber der große Schritt mit drei Punkten ist uns nicht gelungen. Das ist schade.", so der 49-Jährige.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%