Fußball Bundesliga
"Nordlichter" spielen um die Tabellenführung

Im Spitzenspiel des 15. Spieltags der Bundesliga kämpfen die beiden unter der Woche erfolgreichen Nordklubs Werder Bremen und der Hamburger SV um die Tabellenführung. Meister Stuttgart schielt weiter nach oben.

Sturmwarnung im Norden. Beflügelt von den starken internationalen Auftritten in der vergangenen Woche geht es für Werder Bremen und den Hamburger SV im Derby nicht nur um die Vormachtstellung in Norden, sondern ganz nebenbei auch noch um die Tabellenführung. Für mindestens 26 Stunden würde der Sieger des Verfolgerduells Bayern München vom ersten Platz des Klassements verdrängen. Der deutsche Rekordmeister muss erst am Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) bei Arminia Bielefeld ran.

"Dass wir Tabellenführer werden können, interessiert mich nicht. Es zählt nur, was am Saisonende zu Buche steht. Ich denke aber, dass die Partie in Bremen ein echter Knaller wird", sagt HSV-Trainer Huub Stevens, der mit seinem Team seit 14 Pflichtspielen ungeschlagen ist und durch den 3:0-Sieg gegen Stade Rennes im Uefa-Cup weiteres Selbstvertrauen tankte. Abwehrspieler Joris Mathijsen ergänzt: "Wir wollen in Bremen gewinnen. Auch wenn Werder momentan ebenfalls gut drauf ist."

Sieg gegen den HSV macht besonders viel Spaß

Ihre derzeitige Stärke stellten die Bremer beim 3:2-Sieg in der Champions League gegen den spanischen Rekordmeister Real Madrid eindrucksvoll unter Beweis. Nach nur einer Niederlage aus den vergangenen zehn Pflichtspielen soll nun auch der ungeliebte Nordrivale bezwungen werden. "Wir sind härteste Konkurrenten. Es gibt schöne und sehr schöne Siege. Ein Sieg gegen den HSV gehört zu den letzteren", sagt Werder-Sportdirektor Klaus Allofs.

Bremens Trainer Thomas Schaaf muss allerdings einmal mehr sein Improvisationstalent unter Beweis stellen. Zwar kehrt Spielmacher Diego nach seiner Sperre in der "Königsklasse" in die Startelf zurück, die Leistungsträger Torsten Frings, Clemens Fritz, Tim Borowski, Tim Wiese und Hugo Almeida fehlen aber weiter verletzungsbedingt. Der HSV, dem nach dem Abpfiff gegen Rennes nur 43 Stunden zur Regeneration blieben, bangt hingegen einzig um den Einsatz von Stürmer Paolo Guerrero (Magenprobleme).

Neben Werder und dem HSV gewann unter der Woche auch der VfB Stuttgart weiteres Selbstvertrauen. Der deutsche Meister will nach dem Erfolg in der Champions League gegen die Glasgow Rangers (3:2) den fünften Bundesligasieg nacheinander einfahren. "Wenn wir unsere letzten drei Partien vor der Winterpause gewinnen, haben wir nach 17 Spieltagen nur einen Punkt weniger auf dem Konto als im vergangenen Jahr. Da keimt Hoffnung auf", sagt VfB-Boss Erwin Staudt vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund: "Auch die Qualifikation für die Champions League haben wir noch nicht aus den Augen verloren."

Dortmund kämpft gegen den Negativrekord

Der BVB steht derweil noch unter dem Eindruck der Jahreshauptversammlung am vergangenen Montag, als die Mannschaft von den Mitgliedern mit Buhrufen empfangen wurde. "Ich hoffe, dass die Spieler gesehen haben, wie groß dieser Verein ist, und jedem ein Licht aufgegangen ist, welch große Verantwortung er gegenüber dem Klub trägt", erklärt Dortmunds Trainer Thomas Doll, dessen Team mit 15 Punkten aus den ersten 14 Spielen die schlechteste Zwischenbilanz seit 20 Jahren hingelegt hat.

Im Kampf um die Uefa-Cup-Plätze kann derweil der Karlsruher SC mit einem Sieg beim Tabellenschlusslicht Energie Cottbus auf den fünften Auswärtsdreier der Saison hoffen. "Ich erwarte eine knochenharte Partie. Cottbus wird versuchen, uns mit Härte den Schneid abzukaufen", meint KSC-Coach Edmund Becker. Dass dies den Lausitzern gelingt, hoffen Karlsruhes Verfolger Bayer Leverkusen und Schalke 04.

Bayer muss bei Hertha BSC Berlin antreten und kann erstmals seit zehn Wochen wieder auf Bernd Schneider zurückgreifen. Der Nationalspieler war zuletzt von Beschwerden am rechten Knie geplagt worden. Schalke trifft auf den VfL Bochum. Im Tabellenmittelfeld reist Eintracht Frankfurt derweil zum VfL Wolfsburg.

© SID

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