Fußball Bundesliga
"Nordlichter" wollen zu altem Glanz zurück

Der Hamburger SV empfängt am fünften Bundesliga-Spieltag Werder Bremen zum Krisengipfel. Beide Teams weisen bislang eine ernüchternde Bilanz auf und wollen im Nord-Derby einen Befreiungsschlag landen.

Am fünften Spieltag geht es beim heutigen Krisengipfel der Bundesliga (15.30 Uhr/live bei arena) im Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen erneut um mehr als nur drei Punkte. Nur vier Monate nachdem sich die beiden Klubs am letzten Spieltag der vergangenen Saison im "Endspiel" um den direkten Einzug in die Champions League gegenüberstanden, heißt es diesmal: Befreiungs- oder erneuter Tiefschlag. Während der HSV in dieser Spielzeit seit acht Pflichtpartien auf einen Sieg wartet, musste Werder zuletzt vier Pleiten in Folge hinnehmen.

"Wir müssen unseren Dornröschenschlaf endlich beenden. Und ich bin absolut optimistisch, dass uns dies gelingen wird", fordert Hamburgs Trainer Thomas Doll und Sportchef Dietmar Beiersdorfer ergänzt: "Wir werden mit kühlem Verstand und heißem Herzen in die Partie gehen. Die Jungs wollen den Schalter umlegen und alles geben, damit die drei Punkte in Hamburg bleiben."

Ähnlich kämpferisch gibt man sich auch an der Weser - auch wenn man die eigene Situation nicht als allzu dramatisch bewertet. "Natürlich würde uns ein Sieg gut tun. Aber ich glaube nicht, dass wir uns aus einer Krise befreien müssen", meint Werder-Trainer Thomas Schaaf: "Überhaupt sehe ich nicht viele Parallelen zum HSV. Wir haben schon zwei Spiele gewonnen."

Sorin soll es richten

Damit kein drittes hinzukommt, schickt der HSV erstmals Zugang Juan Pablo Sorin ins Rennen. Der Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft hat seine hartnäckigen Wadenprobleme überstanden und soll zumindest als Joker zum Einsatz kommen. Bei den Bremern ist die Personalsituation hingegen weitaus angespannter.

Torschützenkönig Miroslav Klose, der an Sprunggelenksproblemen leidet, musste das Abschlusstraining am Freitag nach knapp 30 Minuten abbrechen. Er steht Trainer Thomas Schaaf nicht zur Verfügung. Anders verhält sich die Situation bei Per Mertesacker. Der Innenverteidiger laboriert noch an den Folgen einer Fersen-OP. Defintiv ausfallen, wird Mittelfeldspieler Daniel Jensen (Adduktorenprobleme).

Derweil ist die Situation auch bei Rekordmeister Bayern München angespannt. Nach der 1:2-Pleite bei Arminia Bielefeld sahen sich die Klubbosse des dritten deutschen Champions-League-Vertreters genötigt, eine härtere Gangart von ihrem Trainer Felix Magath einzufordern. Doch der Coach gibt sich vor der Partie gegen den starken Aufsteiger Alemannia Aachen gelassen: "Ich denke nicht daran, meine Arbeitsweise zu überdenken." Dies werde allenfalls bei einer weiteren Schlappe passieren: "Wir werden gegen Aachen aber gewinnen."

Hertha bleibt gelassen

In der Hauptstadt konnte man solche Scharmützel derweil mit Ruhe und Gelassenheit verfolgen. Hertha BSC Berlin reist zum zuletzt strauchelnden FSV Mainz 05 und will dort seine Tabellenführung auch ohne die verletzten Yildiray Bastürk und Gilberto erfolgreich verteidigen. "Unser Ziel muss sein, die Situation weiter zu genießen", erklärt Manager Dieter Hoeneß: "Das ist durch die schweren Verletzungen sicher nicht leichter geworden, aber ich traue der Mannschaft zu, dass sie die Ausfälle durch ihren Teamgeist kompensieren kann."

Derartiges Selbstvertrauen demonstriert man momentan auch in Frankfurt. Die Eintracht, die in Bundesliga, Uefa-Cup und DFB-Pokal noch ungeschlagen ist, will auch beim zu Hause noch punktlosen VfB Stuttgart triumphieren. "Wir haben das Zeug dazu, dort zu gewinnen. Zumal sich der VfB zu Hause nicht so berauschend anstellt", meint Eintracht-Stürmer Michael Thurk.

Bei Hannover 96 gibt Trainer Dieter Hecking nach dem 2:1-Sieg beim VfL Wolfsburg gegen Bayer Leverkusen unterdessen sein Heimdebüt. Bei den "Roten" wird Torhüter Robert Enke nach dem Tod seiner Tochter kurzfristig selbst über seinen Einsatz entscheiden. Die noch sieglosen Wolfsburger treten derweil bei Schalke 04 an.

© SID

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