Fußball Bundesliga
Nowotny könnte Leverkusen ablösefrei verlassen

Der 45-malige Nationalspieler Jens Nowotny kann den Bundesligisten Bayer Leverkusen zum Saisonende ablösefrei verlassen. Dies sehen die im vergangenen Dezember abgeänderten Vertragskonditionen vor.

Die Wege des 45-maligen Nationalspielers Jens Nowotny und seines Arbeitgebers Bayer Leverkusen könnten sich zum Saisonende trennen. In einer Presseerklärung machten der Rechtsanwalt Nowotnys Dr. Stefan Seitz und der Berater des 32-Jährigen, Georg Bischoff, darauf aufmerksam, dass Nowotny den Verein nach Ablauf der Saison ablösefrei verlassen könnte. Dies sehen die im Dezember vergangenen Jahres abgeänderten Vertragskonditionen vor.

Diese Mitteilung wurde von Bayer noch am Dienstagnachmittag offiziell bestätigt. "Die Bayer 04 Leverkusen Fussball Gmbh bestätigt hiermit, dass Abwehrspieler Jens Nowotny den Verein zum 30. Juni 2006 ablösefrei verlassen kann. Die Geschäftsführung und die sportliche Leitung haben dem Spieler bereits angekündigt, dass es Gespräche über seine Zukunft bei Bayer 04 Leverkusen geben wird", hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Nowotny spricht von "formeller Aktion"

Wie Nowotny dem DSF sagte, handele es sich bei seinem Vorgehen um eine "formelle Aktion, die wir durchführen mussten" und die nicht automatisch den Abschied aus Leverkusen bedeutet. "Wir sind für alles offen und hoffen auch auf gesprächsbereite Leverkusener", sagte Nowotny. Natürlich gebe es auch andere Optionen, er habe sich zuletzt aber weitgehend auf seine Gesundheit konzentriert.

Der 32 Jahre alte Abwehrchef, der ursprünglich noch einen Vertrag bis 2008 besaß, war Anfang Oktober von Bayer wegen eines "gestörten Vertrauensverhältnisses" nach Klagen auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auf die Versteuerung der 10,2 Mill. Euro Handgeld zwischen Nowotny und dem Klub für die Vertragsverlängerung 2002 vorübergehend vom Spielbetrieb ausgeschlossen worden. Am 23. Dezember revidierte der Klub die Entscheidung gegen den Ex-Karlsruher.

Inzwischen ist Nowotny, der nach seinem vierten Kreuzbandriss ein erfolgreiches Comeback gefeiert hat, wieder Stammspieler im Team von Cheftrainer Michbael Skibbe. Unabhängig davon, ob Nowotny Bayer zum 30. Juni verlässt, legt der Ex-Kapitän größten Wert auf die Feststellung, dass er sich in Leverkusen bis auf wenige Ausnahmen sehr wohl gefühlt habe.

Bayer will Gespräch mit Nowotny suchen

In der Pressesmitteilung bekräftige Nowotny, dass er sich "voll und ganz darauf konzentrieren will, mit weiterhin guten Leistungen einen Uefa-Cup-Platz mit Bayer 04 zu erreichen". Der Klub gab derweil bekannt, dass in Kürze Gespräche mit dem Abwehrspieler über seine Zukunft bei Bayer Leverkusen aufgenommen werden sollen. Parallel zu diesen Gesprächen wird sich Bayer 04 Leverkusen jedoch die Möglichkeit offen halten, sich auf dem Transfermarkt nach Alternativen umzusehen.

© SID

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