Fußball Bundesliga
Nürnberg besiegt zahme "Wölfe"

Der VfL Wolfsburg läuft in der Bundesliga weiter seinen Ansprüchen hinterher. Am 9. Spieltag kassierten die "Wölfe" beim 1. FC Nürnberg durch ein 1:2 die fünfte Saisonniederlage.

Der schwankende VfL Wolfsburg hat den nächsten Rückschlag erlitten und stolpert seinen großen Zielen weiter hinterher. Die ambitionierten Niedersachsen unterlagen beim einsatzfreudigen und spielstarken 1. FC Nürnberg nach einer schwachen Leistung verdient mit 1:2 (1:1) und haben die Spitzenplätze in der Bundesliga aus den Augen verloren. Grafite konnte für die "Wölfe" zwischenzeitlich ausgleichen, der hervorragende Mike Frantz bescherte dem Club aber mit seinem zweiten Saisontreffer (63.) den mehr als verdienten dritten Heimsieg nacheinander.

"Ich bin sehr enttäuscht und sehr wütend. So können wir nicht weitermachen. Wir sind nicht konstant genug. Wir haben neun Spiele, nicht genug Punkte, nicht genug Tore, zu viele Gegentore. Einige Dinge müssen sich ändern. Ich habe genug gesehen. So lange wir nicht als Team spielen, werden wir nicht erfolgreich sein", analysierte VfL-Trainer Steve Mcclaren erbost.

Nürnberg das bessere Team

Die Gäste konnten sogar von Glück sagen, dass die spielstarken Nürnberger nach dem frühen Führungstreffer durch Ilkay Gündogan (11.) zunächst nicht nachlegen konnten. Der Club war vor 40 127 Zuschauern aber über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, überzeugte durch hohen Einsatz und schnelles, phasenweise gelungenes Kombinationsspiel und wurde nach einem kurzen Durchhänger nach Grafites Ausgleichstreffer (28.) und einigen Wacklern in der Defensive in der zweiten Halbzeit auch belohnt: Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking verbesserte sich auf einen guten Mittelfeldplatz.

Der Coach zeigte sich glücklich über die Leistung seines Teams: "Das war heute natürlich sehr erfreulich. Heute waren wir wieder da, wir waren wieder die Fußspitze eher am Ball als der Gegner, waren leidenschaftlicher." Hecking richtete seinen Blick jedoch bereits auf die nächste Herausforderung. "Wir haben keine Zeit, uns auszuruhen, wir haben am Mittwoch ein schweres Pokalspiel in Elversberg, und da wollen wir weiterkommen."

Der 1. FC Nürnberg hatte zunächst ausgesprochen mutig begonnen und die Wolfsburger von einer Verlegenheit in die andere gestürzt. Vor allem die Innenverteidiger Simon Kjaer und Andrea Barzagli wirkten zunächst unbeholfen und bisweilen orientierungslos. Mehmet Ekici hatte auf Vorlage des ausgezeichneten Frantz (3.) sowie Javier Pinola zweimal (10.) zweimal die Führung für den Club auf dem Fuß, ehe Gündogan mit einem Flachschuss erfolgreich war. Zuvor hatte sich nach einem Einwurf der unaufmerksame Makoto Hasebe den Ball im Strafraum vom geistesgegenwärtigen Julian Schieber abluchsen lassen.

Mcclaren tobt an der Seitenlinie

Während Wolfsburgs Trainer Steve Mclaren an der Seitenlinie tobte und Wasserflaschen schmiss, fing sich seine Mannschaft, die zunächst sehr lebhafte Begegnung verlor ein wenig an Tempo. Der Club blieb die spielbestimmende Mannschaft, die Gäste waren nach dem Rückstand allerdings um einen kontrollierteren Spielaufbau bemüht, nachdem sie es zunächst mit langen Bällen auf Edin Dzeko und Grafite versucht hatten. Der Ausgleich fiel nach einer schönen Kombination über Diego und den aufgerückten Marcel Schäfer, Grafite war schneller am Ball als Nürnbergs Innenverteidiger Per Nilsson.

Der Club wirkte ein bisschen bedröppelt, verlor seinen Elan aus der ersten halben Stunde, drückte mit Beginn der zweiten Halbzeit aber wieder energisch aufs Tempo. Wolfsburg kam phasenweise kaum aus seiner eigenen Spielhälfte und spielte dann wenig durchdacht. Die Clubberer dagegen wirkten wesentlich entschlossener und ließen schließlich beim Treffer von Frantz die gesamte Hintermannschaft der Gäste schlecht aussehen. Erst danach wachten die Wolfsburger auf, ohne jedoch die zum erneuten Ausgleich nötige Entschlossenheit zu offenbaren.

© SID

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