Fußball Bundesliga
Nürnberg bezwingt Hamburg mit 2:1

Der 1. FC Nürnberg hat zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde für eine Überraschung gesorgt. Der "Club" konnte sich am 18. Spieltag mit 2:1 (0:0) gegen den Hamburger SV durchsetzen.

Trotz des Einsatzes von Bundesliga-Rückkehrer Ailton hat der Hamburger SV bei der Jagd auf Spitzenreiter Bayern München gleich zum Rückrunden-Beginn einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die Hanseaten verloren beim Comeback des von Besiktas Istanbul ausgeliehenen Brasilianers bei Abstiegskandidat 1. FC Nürnberg 1:2 (0:0) und haben damit schon neun Punkte Rückstand auf Titelverteidiger München.

Stürmer Stefan Kießling bescherte den Franken mit seinem Treffer sieben Minuten nach seiner Einwechslung den ersten Sieg seit knapp 13 Jahren gegen die Hanseaten. Die Führung der Hamburger, die am Sonntag im Fall eines Sieges von Werder Bremen bei Arminia Bielefeld auf den dritten Rang zurückfallen könnten, durch ein Eigentor von Andreas Wolf (64.) hatte Ivan Sajenko drei Minuten später ausgeglichen.

Die Begegnung im Frankenstadion begann für den "Club" mit einem Schock. Marek Mintal, mit 24 Treffern Torschützenkönig der vergangenen Saison, musste in der sechsten Minute verletzungsbedingt durch Markus Schroth ersetzt werden. Der Slowake, auf dessen Schultern nach seiner Genesung von einem Mittelfußbruch viele Hoffnungen ruhten, hatte einen Schlag auf den gleichen Fuß erhalten und musste noch während des Spiels zum Röntgen ins Krankenhaus. Wie schwer sich Mintal verletzt hat, war bis Spielende nicht bekannt. Beim HSV feierten derweil die Neuzugänge Ailton und Nigel de Jong einen soliden Einstand.

Vor 23 928 Zuschauern entwickelte sich eine lebendige Partie, die der HSV zunächst dominierte. Vier Minuten nach einem nicht gegebenen Treffer von David Jarolim (14.) hatten schließlich Naohiro Takahara und Mehdi Mahdavikia gleich dreimal die Möglichkeit zur Führung, scheiterten aber jeweils am glänzend reagierenden Raphael Schäfer im Tor der Gastgeber.

Der "Club" beschränkte sich zunächst weitgehend auf die Stabilisierung der eigenen Defensive, kam bei einem der seltenen Vorstöße jedoch durch Dominik Reinhardt zu einer guten Gelegenheit, als der Rechtsverteidiger mit einem Schuss aus 20 Metern HSV-Keeper Stefan Wächter prüfte (26.).

Danach wurde die Partie durch viele Fouls und Unterbrechungen etwas hektischer. Einzig Piotr Trochowski scheiterte mit einem schönen Rechtsschuss noch an Schäfer (42.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen beide Mannschaften unverändert zurück. Die erste Großchance hatten die Platzherren durch Thomas Nikl, der gleich zweimal per Kopf gegen Wächter (47.) vergab. Auch in der Folgezeit dominierte nun der neunmalige Meister und fuhr deshalb einen durchaus verdienten Sieg ein.

© SID

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