Fußball Bundesliga
Nürnberg entführt Punkt aus Frankfurt

Eintracht Frankfurt und der 1. FC Nürnberg haben sich am achten Spieltag der Bundesliga 2:2 (1:1) getrennt. Beide Klubs bleiben damit weiter unbesiegt, verpassten aber auch einen großen Sprung in der Tabelle.

Die "Remis-Könige" Eintracht Frankfurt und 1. FC Nürnberg behalten in der Bundesliga ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit: Im direkten Duell trennten sich die Hessen und die Franken 2:2 (1:1) und blieben damit auch nach dem achten Spieltag die einzigen Erstligisten ohne Niederlage. Für den "Club" war es das sechste Unentschieden in Folge, für die Eintracht bereits die siebte Punkteteilung der laufenden Saison.

"Das Unentschieden ist nach diesem Spiel für beide Mannschaften das absolut verdiente Ergebnis. Wir haben wieder ein absolut leidenschaftliches Fußballspiel gesehen, wo richtig gefightet wurde und jede Mannschaft gewinnen hätte können", meinte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel und FCN-Coach Hans Meyer sagte: "Ich werde heute Nacht schlecht schlafen, auch wenn das 2:2 am Ende korrekt ist. Wir sind weiter seit Ende April in allen Pflichtspielen ungeschlagen, aber man redet von sechs Remis in Serie."

Furioser Auftakt

Vor 50 300 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena sorgte der griechische Nationalspieler Ioannis Amanatidis bereits nach vier Minuten per Handelfmeter für die frühe Führung der Gastgeber. Vorausgegangen war ein völlig unmotiviertes Handspiel von Nürnbergs Jan Polak an der Strafraumgrenze. Nach einem Stellungsfehler von Benjamin Huggel erzielte Iwan Saenko postwendend den Ausgleich (5.), ehe ein abgefälschter Freistoß des Argentiniers Horacio Pinola kurz nach der Pause sogar zum 2:1 für den FCN (50.) führte. Wiederum nur sechs Minuten später glich Albert Streit mit einem Freistoß aus knapp 30 Metern aber zum 2:2 aus.

Mit dem vierten Saisontor von Amanatidis feierte die auf zwei Positionen veränderte Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel zunächst einen Start nach Maß. Nach dem schnellen Ausgleich durch Saenko war den Hessen bis Mitte der ersten Halbzeit allerdings die kräftezehrende Uefa-Cup-Begegnung gegen Palermo am Donnerstag deutlich anzumerken. So musste der erneut starke Frankfurter Keeper Markus Pröll in höchster Not gegen den freistehenden Slowaken Robert Vittek retten (11.).

Raphael Schäfer glänzend aufgelegt

Anschließend erspielte sich die Eintracht aber wieder ein Übergewicht und kam auch zu guten Chancen. Zunächst setzte Michael Thurk freistehend am Fünf-Meter-Raum den Ball über das Nürnberger Tor (27.). In der 36. Minute lenkte Nürnbergs Schlussmann Raphael Schäfer einen Kopfball von Frankfurts Neuzugang Michael Fink mit den Fingerspitzen an die Latte. Nur eine Minute später war es erneut Schäfer, der zunächst Albert Streit den Ball vom Fuß spitzelte und dann auch noch gegen Weissenberger mit Bravour parierte.

Direkt nach dem Seitenwechsel sorgten dann wieder die Gäste für den ersten Paukenschlag. Nach langem Hin und Her entschied Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) auf Freistoß für die Nürnberger, den Pinola mit viel Glück aus 25 Metern verwandelte. Der bereits gegen Palermo erfolgreiche Streit konterte aber mit einem ebenso sehenswerten Freistoß und seinem ersten Saisontor zum 2:2.

© SID

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