Fußball Bundesliga
Nürnberg gibt Matthäus einen Korb

Lothar Matthäus wird nicht neuer Trainer des abstiegsbedrohten Bundesligisten 1. FC Nürnberg. Das gaben sowohl der Rekordnationalspieler als auch "Club"-Sportdirektor Martin Bader am Samstag bekannt.

Lothar Matthäus wird entgegen aller Spekulationen vorerst nicht als Trainer in die Bundesliga zurückkehren. Der Rekordnationalspieler und der abstiegsbedrohte 1. FC Nürnberg, der sich Anfang der Woche von Trainer Wolfgang Wolf getrennt hatte, konnten sich nicht auf ein Engagement einigen. Das erklärten sowohl FCN-Sportdirektor Martin Bader als auch Matthäus am Samstag dem DSF.

Fan-Streik ausschlaggebend für die Entscheidung gegen Matthäus

"Der Trainerwechsel soll bei uns neben der sportlichen und menschlichen Komponente, die Lothar zweifelsohne hat, auch Euphorie auslösen. Und vor allem wieder bei unseren Fans den verloren gegangenen Kredit zurückgewinnen", meinte Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader zur Entscheidung gegen Matthäus. "Club"-Anhänger hatten zuletzt in diversen Internet-Foren mit Boykott und Vereinsaustritt gedroht, falls Matthäus Trainer in Nürnberg werden sollte.

Matthäus selbst erklärte dem DSF, er "habe dem 1. FC Nürnberg abgesagt": "Die Situation beim "Club" hat mich ein bisschen irritiert. Bereits vor unserem ersten Treffen wurde die ganze Sache publik", sagte der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler, der zurzeit als ungarischer Nationalcoach unter Vertrag steht.

"Ich möchte dem 1. FC Nürnberg in der jetzigen Situation nicht schaden, weil ich gemerkt habe, dass im Umfeld eine gewisse Unruhe entstanden ist. Die sportliche Aufgabe wäre sicherlich reizvoll und lösbar gewesen, aber dann muss man von dieser Entscheidung überzeugt sein. Und vor allem müssen alle Beteiligten dahinter stehen", sagte der 44-Jährige. Dieses Gefühl habe er am Anfang gehabt: "Aber aufgrund der Situation um den Valznerweiher sind einige Herren ins Grübeln gekommen. Was aber nicht mit meiner Qualität, sondern mit dem Umfeld im Club zu tun hat."

Neururer heißer Kandidat

Nach dem Verzicht auf Matthäus könnte jetzt Peter Neururer das Rennen machen, der im Sommer nach dem Bundesliga-Abstieg den VfL Bochum verlassen hatte. Mit dem 50-Jährigen, der angeblich in der kommenden Woche vorgestellt werden soll, hatte Bader am Freitag ein erstes Sondierungsgespräch geführt. Danach hatte der FCN-Sportdirektor allerdings noch erklärt, vor einer endgültigen Entscheidung noch mit anderen Kandidaten sprechen zu wollen. Zuletzt waren neben Matthäus und Neururer auch Klaus Toppmöller und Jürgen Kohler als mögliche Nachfolger von Wolf genannt worden.

© SID

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