Fußball Bundesliga
Nürnberg trennt sich von Meyer

Der 1.FC Nürnberg hat seinen Trainer Hans Meyer entlassen. Damit reagierte der Pokalsieger auf die anhaltende sportliche Talfahrt. Thomas von Heesen soll den 65-Jährigen beerben.

Bundesligist 1. FC Nürnberg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Hans Meyer getrennt. Nach dem verpatzten Start in die Rückrunde trennte sich der "Club" am Montagabend von dem 65 Jahre alten Trainer und reagierte damit auf die anhaltende sportliche Talfahrt. Auch ein Nachfolger steht bereits fest: Thomas von Heesen, der Anfang vergangenen Jahres als Trainer von Arminia Bielefeld zurückgetreten war, soll einen Eineinhalb-Jahres-Vertrag erhalten, der auch für die 2. Liga gilt.

Knapp neun Monate nach dem Pokalsieg von Berlin und dem damit verbundenen Einzug in den Uefa-Cup stehen die Nürnberger mit zwei Punkten Abstand auf einem Abstiegsplatz.

Schon nach dem Rostock-Spiel hatte der 65-Jährige einen möglichen Abschied ins Spiel gebracht, als er spekulierte, "dass bis Ende Februar eine Situation entstehen kann, in der ich aufhören muss. Ich habe aber nicht gesagt, dass ich aufhören will". Auch Sportdirektor Martin Bader wollte von einem Ultimatum für den Fanliebling nichts wissen.

Nun muss der frühere Gladbacher und Berliner Trainer als insgesamt 308. Trainer der Bundesliga-Geschichte seit 1963 seinen Hut doch nehmen. In dieser Saison ist er nach Petrik Sander (Energie Cottbus) und Ernst Middendorp (Arminia Bielefeld) der dritte Coach, der seinen Platz vorzeitig räumt. Am Montagabend ist Meyer durch Präsidium und Aufsichtsrat über seine Entlassung informiert worden.

In jedem Fall bekommt der neue Coach in Nürnberg allein im laufenden Monat noch viel Arbeit: In der Liga stehen für das Team noch die Spiele in Bremen (16. Februar) und gegen Cottbus (24.) an. Am Donnerstag müssen die Nürnberger in der Uefa-Pokal-Zwischenrunde zu Benfica Lissabon reisen, eine Woche später steht das Rückspiel an. Im DFB-Pokal, wo die Nürnberger im vergangenen Jahr ihren ersten Titel seit der Meisterschaft 1968 bejubelten, kam in dieser Saison passend zur Krise dagegen schon in der zweiten Runde gegen Zweitligist Carl Zeiss Jena das Aus.

Vor dem 1:1 gegen Rostock hatten die Nürnberger schon im ersten Rückrundenspiel in Karlsruhe (0:2) erneut auf der ganzen Linie enttäuscht.

© SID

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