Fußball Bundesliga
Nullnummer zwischen HSV und Hannover

Am neunten Spieltag haben sich der Hamburger SV und Hannover 96 mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Gäste aus Niedersachsen bleiben nach der Punkteteilung auf einem Abstiegsplatz.

Torwart Robert Enke hat beim Hamburger SV am neunten Bundesliga-Spieltag wieder für Ernüchterung gesorgt. Der Keeper von Hannover 96 rettete mit zahlreichen Glanztaten seinem Team ein 0:0 und sorgte damit für ein schnelles Ende der aufkommenden Euphorie beim HSV nach dem jüngsten 2:1-Auswärtssieg bei Bayer Leverkusen. Die Gäste setzten mit dem Punktgewinn ihre Erfolgsserie gegen den HSV fort. Seit August 2002 haben sie nun in acht Spielen gegen die Hanseaten nicht mehr verloren. Der HSV wartet damit nach dem ersten Saisonsieg am letzten Wochenende weiterhin auf den ersten "Dreier" im eigenen Stadion seit dem 9. April.

Trotz des torlosen Remis boten beide Klubs ein rassiges und teilweise dramatisches Nordderby. Beide Teams begannen die Partie offensiv und versuchten, das Spiel zu bestimmen. Der Mannschaft von Dieter Hecking war nach dem Pokalerfolg in Dortmund am Dienstag ebensoviel Selbstvertrauen anzusehen wie den Hamburgern. HSV-Trainer Thomas Doll hatte im Angriff Paolo Guerrero nach dessen beiden Toren in Leverkusen aufgeboten, Danijel Ljuboja musste dafür auf die Ersatzbank. Die erste Chance hatten die Gastgeber bereits in der 12. Minute, als Rafael van der Vaart mit einem Lupfer über das Tor schoss.

Weitere Gelegenheiten für die Gastgeber hatten im ersten Durchgang Boubacar Sanogo mit einem Kopfball und Guerrero nach schöner Vorarbeit des Mannes von der Elfenbeinküste. Aber auch die 96er waren gefährlich und hatten zweimal durch Szabolcs Huszti (25., 34.) gute Gelegenheiten.

Nach dem Wiederbeginn hatte Enke, der für die kommende Saison auch mit dem HSV in Verbindung gebracht wird, seinen großen Auftritt. Der Schlussmann rettete nacheinander großartig gegen Guerrero (49.), van der Vaart (50.), Vincent Kompany (51., 57.). Der Hamburger Druck wurde so nicht belohnt. Enke wäre jedoch chancenlos gewesen, als Guerrero in der 74. Minute vom Strafraumrand abzog. Der Schuss des Peruaners strich jedoch Zentimeter am 96-Gehäuse vorbei.

© SID

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