Fußball Bundesliga: Özil legt gegen Müller und Slomka nach

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Özil legt gegen Müller und Slomka nach

Obwohl Andreas Müller dem ausgemusterten Mesut Özil eine Chance auf eine Rückkehr eingeräumt hat, erneuerte der 19-Jährige seine Kritik am Manager und an Trainer Mirko Slomka.

Die Fronten zwischen Mesut Özil und Schalke 04 bleiben verhärtet. Der U21-Nationalspieler vom deutschen Vizemeister hat sich gegen sein Image als geldgieriger Jungstar gewehrt. "Ich finde es eine absolute Frechheit, es ist eine schmutzige Kampagne", sagte der 19-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin kicker. Der Mittelfeldspieler gab Manager Andreas Müller die Hauptschuld an den gescheiterten Vertragsverhandlungen: "Herr Müller hat sich nicht an Absprachen gehalten."

Schalke wirft dem gebürtigen Gelsenkirchener vor, eine mündliche Einigung auf einen neuen, deutlich höher dotierten Vertrag bis 2011 nicht eingehalten zu haben. Laut Özil sei man sich über die Erhöhung seines Grundgehalts einig gewesen, danach habe sich der Klub nicht an Absprachen gehalten. Am Geld habe es nicht gelegen. Der Jungprofi war vor allem darüber verärgert, dass das Vertragsangebot in allen Einzelheiten an die Öffentlichkeit gelangte.

Zudem beklagte der 19-Jährige mangelnde Kommunikation. Den Vorwurf von Trainer Mirko Slomka, er sei von seinem Vater und seinem Berater ferngesteuert, habe er ebenso nur über die Medien erfahren wie die Ankündigung Müllers, er werde nie mehr für Schalke spielen. "Mit mir hat darüber keiner gesprochen", sagte Özil.

"Mehr Rückendeckung vom Trainer"

Der Jungprofi kritisierte auch Chefcoach Slomka. "Mehr Rückendeckung von Seiten des Trainers" hätte er sich in den letzten Wochen gewünscht, sagte Özil. Slomka hatte am Sonntag dem Schalker Eigengewächs noch einmal eine letzte Chance eingeräumt: "Es gibt nur einen Weg: Der Spieler muss zu mir oder Andreas Müller kommen und seinen Fehler eingestehen."

Nach Özils Interview-Aussagen deutet allerdings nichts auf eine gütliche Einigung hin. Bis zum Donnerstag hat der Mittelfeldspieler noch Zeit, einen neuen Verein zu finden, der den Schalkern die geforderte Millionen-Ablöse zahlt.

© SID

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