Fußball Bundesliga
Ohne Worte

dpa MÜNCHEN. Drei Monate nach seinem Wechsel zum deutschen Fußball-Meister Bayern München hat Nationalspieler Lukas Podolski mit der Aussage verblüfft, dass es zwischen ihm und Trainer Felix Magath keine große Kommunikation gibt.

„Noch nicht so viel“, sagte der 21 Jahre alte Stürmer in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ auf die Frage, ob er sich schon mal länger mit seinem Coach unterhalten habe. Während des Trainings gebe es im Gegensatz zu den Einheiten in der Nationalmannschaft weniger Anweisungen. Magath greife nicht ins Training ein, stellte Podolski fest.

Zwar erzielte der 35-malige Nationalspieler (20 Tore) in fünf Bundesliga-Partien noch keinen Treffer und hat keinen Stammplatz beim Rekordmeister, doch der Wechsel zu den Bayern sei „absolut richtig“. „Ich bereue nicht, dass ich ihn gemacht habe“, betonte Podolski erneut, wenngleich er ein Stück Heimweh nach Köln bekundete. „Natürlich fehlt da was.“

Ein wenig verwundert registrierte der Angreifer, wie hoch die Reaktionen schlagen, wenn er Reservist ist. „Ich verstehe gar nicht, warum da immer so ein Theater gemacht wird, wenn ich mal auf der Bank sitze“, sagte der gebürtige Pole, der sich jedoch „topfit“ für 90 Minuten fühlt. „Ich will immer spielen. Aber ich bin 21 Jahre jung, da mache ich mir keinen Kopf, warum ich nicht jedes Spiel über 90 Minuten dabei bin.“

Die Kritik, er und Sturmpartner Roy Makaay passten nicht zusammen, kann Podolski nicht nachvollziehen. So oft hätten sie noch gar nicht gemeinsam gespielt, sagte der frühere Kölner. „Aber wenn wir mal zusammen spielen und machen in zwei Spielen fünf Tore, sagen dieselben Leute: Das ist das neue Traumduo.“

Podolski zeigte sich erleichtert, dass er im Gegensatz zu seiner Zeit beim 1. FC Köln nicht mehr alleine im Fokus der Öffentlichkeit steht. „Du bist in einer Mannschaft - aber alle stürzen sich nur auf dich“, sagte der Angreifer zu seiner Zeit am Rhein. „In München ist zwar auch viel los, aber da sind jetzt viele andere Stars. In Köln beim FC war es extremer.“ Allerdings hängt Podolski weiter an seinem Ex-Club, denn ein Wechsel käme für ihn nur zu zwei Vereinen in Frage. „Wenn dann Barcelona. Oder der 1. FC Köln“, sagte der Angreifer.

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