Fußball Bundesliga
Pantelic beendet bei Herthas Sieg Durststrecke

Mit seinem ersten Bundesliga-Treffer seit zwei Monaten hat Marko Pantelic Hertha BSC Berlin am zehnten Spieltag den Weg zu einem 3:0 (0:0)-Sieg gegen Hannover 96 geebnet.

"Unruhestifter" Marko Pantelic hat Hertha BSC Berlin in der Bundesliga auf Kurs in Richtung Europapokal gebracht. Der serbische Nationalstürmer, der am Mittwoch öffentlich mehr Respekt von Trainer Lucien Favre eingefordert hatte, erzielte beim 3:0 (0:0) gegen Hannover 96 das 1:0 (62.) und schoss die nun bereits seit sechs Pflichtspielen ungeschlagenen Hauptstädter auf Platz fünf. Andrej Woronin (84.) und Waleri Domowtschijski (90.) stellten den Endstand her.

"Für mich zählt nur seine Leistung. Wenn Pantelic gut spielt, bleibt er auf dem Platz, wenn er schlecht spielt, setze ich ihn auf die Bank", sagte Favre über seinen exzentrischen Star: "Heute war er gut. Aber das muss er auch sein."

Die Hertha baute ihr Punktekonto auf 18 Zähler aus. Die seit vier Partien sieglosen Gäste warten dagegen weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Pantelic trotz Kritik am Trainer in der Startelf

Vor der Partie hatte Pantelic für Zündstoff gesorgt. In der Sport Bild schoss er lautstark ("Habe die Schnauze voll") gegen Favre. Erst vor knapp zwei Wochen war der launische Angreifer wegen unentschuldigten Fehlens beim Training für das Spiel gegen den VfB Stuttgart (2:1) suspendiert worden. Gegen Hannover lief der 30-Jährige aber auf und traf.

Vor 31 329 Zuschauern im Olympiastadion war es auch Pantelic, der die erste gute Aktion der Hausherren einleitete. Der Stürmer passte schön auf seinen Landsmann Gojko Kacar, doch der im 96-Strafraum völlig frei stehende Mittelfeldspieler verpasste den Ball um wenige Zentimeter (6.).

Mehr Spielanteile besaßen allerdings zunächst die Gäste. Das Team von Trainer Dieter Hecking zeigte flüssiges Kombinationsspiel und mehr Laufbereitschaft. Hannover konnte trotz der Überlegenheit aber keine klaren Torchancen herausspielen.

Die Gastgeber entwickelten dagegen erst nach 20 Minuten mehr Offensivdrang: Erst traf Pal Dardai mit einem Distanzschuss nur den Pfosten (23.), dann verfehlte ein Kopfball von Raffael (26.) den Kasten nur knapp. In der Folgezeit egalisierten sich die beiden von Verletzungssorgen geplagten Mannschaften und das niveauarme Duell ging ohne weitere Höhepunkte in die Pause.

Hannover vergibt Chancen überhastet

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die 96er den besseren Start und hatten gleich dreimal die Chance zur Führung. Stürmer Mikael Forssell (50./52.) und Spielgestalter Sergio Pinto (51.) schlossen aber zu überhastet ab.

Auf der Gegenseite scheiterte zunächst Kacar an Hannovers Torwart Florian Fromlowitz (60.), ehe Pantelic das 1:0 markierte. Der Serbe nutzte eine schöne Hereingabe von Maximilian Nicu. Nur vier Minuten später hätte der Torjäger erhöhen müssen, aber Fromlowitz war diesmal zur Stelle.

© SID

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