Fußball Bundesliga
Politik äußert Sorge über TV-Konzept der DFL

Der Vertrag zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Münchner Medienunternehmer Leo Kirch bereitet den deutschen Sportpolitikern Sorgen. Vor allem die Frage nach der Bankbürgschaft gerät in den Fokus.

Der Vertrag zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem dem Münchner Medienunternehmer Leo Kirch für die Jahre 2009 bis 2015 für insgesamt drei Mrd. Euro gerät in den Fokus der Politik. Die Sportpolitiker des Deutschen Bundestages beunruhigt vor allem die finanzielle Absicherung des neuen Vermarktungs- und TV-Konzepts.

Vor allem die Frage nach der Bankbürgschaft, die das Kirch-Tochterunternehmen Sirius für die garantierten 500 Mill. Euro pro Saison angekündigt hatte, beunruhigte die Politiker. "Ist die Bürgschaft denn überhaupt schon eingelöst", wollte Ausschuss-Vorsitzender Peter Danckert (SPD) wissen.

Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, erläuterte, dass es spätestens ab dem 31. Januar 2008 zu einer "Long-Form" kommen werde. Dann garantiere eine Bank, dass eine Bürgschaft zur Verfügung gestellt wird. "Da ist Sirius am Zug. Wenn es die Long-Form nicht gibt, gibt es das Vermarktungs-Modell nicht", so Seifert.

Sorgen bereitete den Politikern auch die Zukunft der Regionalliga, die in den Verhandlungen um das neue Konzept nicht eingebunden war. "In dem Punkt werden wir uns im Rahmen der Verhandlungen über den Grundlagenvertrag im kommenden Jahr mit dem Deutschen Fußball-Bund besprechen", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball.

SPD-Sprecherin Dagmar Freitag zeigte sich besorgt von der Ankündigung einiger Großsponsoren, im Falle eines späteren Sendetermins der ARD-Sportschau die Zahlungen einzuschränken. "Es wäre mir lieber gewesen, die Gruppe der Sponsoren hätte erst mit uns und nicht mit den Medien geredet", erwiderte Seifert und sicherte eine baldige Einigung zu: "Wir werden Gespräche führen."

Rauball verteidigte das Vermarktungs-Modell der DFL und sprach von einem "Solidaritäts-Prinzip", von dem die Klubs der zweiten Liga im europäischen Vergleich enorm profitieren würden. Zudem würde das Zuschauer-Interesse am Live-Erlebnis nicht eingeschränkt. "Ich will keine italienischen Verhältnisse", sagte der Ligaverbands-Präsident und verwies auf Spiele der Serie A vom Wochenende, zu denen teilweise unter 1 000 Zuschauer kamen.

© SID

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