Fußball Bundesliga
Potsdam empfängt Frankfurt zum Klassiker

In der Frauen-Bundesliga kommt es heute ab 14.00 Uhr zur Begegnung der Erzrivalen Turbine Potsdam und 1. FFC Frankfurt. "Dieser Klassiker ist für beide Teams eine Schlüsselpartie", so FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks.

Wenn heute um 14.00 Uhr in der Frauen-Bundesliga die Erzrivalen Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt aufeinandertreffen, steht ein Duell der Superlative auf dem Programm. Gegenüber stehen sich Doublegewinner und Uefa-Cup-Sieger sowie neun Nationalspielerinnen auf der einen und sieben auf der anderen Seite. Hinzu kommen eine Menge offener Rechnungen.

"Zum einen gilt es für uns, mit Blick auf die letztjährigen Bundesliga-Niederlagen eine offene Rechnung zu begleichen, zum anderen wollen wir mit größtem Engagement unseren Titelambitionen nachgehen", sagte Frankfurts Manager Siegfried Dietrich im Vorfeld der Partie des Spitzenreiters beim Titelverteidiger, der nach sechs Spieltagen bereits zwei überraschende Niederlagen kassiert hat und deshalb nur auf dem vierten Tabellenplatz rangiert.

"Für beide Teams eine Schlüsselpartie"

Vor der Neuauflage des Uefa-Cup-Finals und des Endspiels um den DFB-Pokal will sich FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks aber nicht von der Schwächeperiode der Brandenburgerinnen blenden lassen. "Der Klassiker des deutschen Frauenfußballs ist für beide Teams eine Schlüsselpartie. Sicher hatte Potsdam keinen optimalen Saisonstart, aber dies spielt keine Rolle. Beide Teams wissen um die Wichtigkeit, denn schließlich können sich beide Klubs nach ihrem Viertelfinal-Aus im Uefa-Cup nur noch mit dem Titelgewinn für den internationalen Wettbewerb qualifizieren", meinte der Coach, dessen Mannschaft bisher noch eine weiße Weste hat.

Der makellosen Bilanz des FFC will Potsdams Trainer Bernd Schröder eine Ende setzen. "Wenn wir nicht gewinnen, verliert die Liga für den Rest der Saison gewaltig an Spannung", erklärte Schröder, der das Fehlen zahlreicher Stammkräfte für den schwachen Saisonstart verantwortlich macht: "Anja Mittag, Navina Omilade und Britta Carlson sind etablierte Leute, die noch nicht wieder richtig fit sind oder noch fehlen. Das war nicht abzusehen."

"2007/08 sind wir wieder voll da"

So richtig an einen Erfolg scheint Schröder aber nicht zu glauben, der Coach plant stattdessen schon für die Zukunft. "Ob wir mit unseren 16 bis 18 Jahre alten Talenten das Zeug dazu haben, die Liga offen zu halten, wird sich zeigen. In der Rückrunde werden wir aber deutlich stärker sein. Ich habe schon zu Saisonbeginn erklärt, dass wir eine Übergangssaison zu einem starken Team 2007/08 erleben werden. Dann sind wir wieder voll da", sagte der Trainer, der sich in der Vergangenheit zahlreiche verbale Auseinandersetzungen mit FFC-Manager Dietrich lieferte und so für Zündstoff sorgte.

Zuletzt war Schröder im Sommer gar nicht gut auf Dietrich zu sprechen, weil der Nationalspielerin Petra Wimbersky aus Potsdam an den Main gelockt hatte. Die damaligen Anfgriffe auf Dietrich relativiert Schröder zwar mittlerweile, einen Seitenhieb gegen seinen Rivalen kann er sich dennoch nicht verkneifen: "Da ist manches überzogen und nicht richtig verstanden worden. Ich habe mit dem Wechsel kein Problem. Aber die Ehrlichkeit, die sollte man öfter mal hinterfragen."

© SID

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