Fußball Bundesliga
Potsdam gelingt Überraschungssieg in Frankfurt

Uefa-Cup-Sieger Turbine Potsdam hat in der Frauen-Bundesliga einen sensationellen 6:2 (3:1)-Überraschungssieg beim 1. FFC Frankfurt gefeiert. Nationalstürmerin Conny Pohlers steuerte drei Tore und zwei Vorlagen bei.

In der Frauen-Bundesliga ist Uefa-Cup-Sieger Turbine Potsdam ein überraschender 6:2 (3:1)-Auswärtserfolg beim Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt gelungen. Die überragende Nationalstürmerin Conny Pohlers schoss ihr Team vor den Augen des Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger mit ihren drei Treffern (2. /13. /57.) und zwei Vorlagen fast im Alleingang zum Sieg.

Das Team von Trainer Bernd Schröder schob sich mit 38 Punkten aus 14 Begegnungen in der Tabelle vorbei am FFC (37 Zähler aus 15 Spielen) auf Platz zwei hinter Primus FCR Duisburg (40 Punkte aus 16 Partien).

Vor rund 1 600 Zuschauern im Stadion am Brentanobad trafen für den Uefa-Cup-Sieger aus Potsdam neben der wieselflinken Pohlers die beiden Nationalspielerinnen Anja Mittag (29./64.) und Petra Wimbersky (62.). Für die zeitweise völlig überfordert wirkenden Frankfurterinnen, die ihre zweite Saisonniederlage kassierten, waren Europameisterin Renate Lingor (22./FE) sowie Weltfußballerin Birgit Prinz (77.) erfolgreich.

Für die ohne Nationalspielerin Sandra Smisek (Zerrung) angetretenen Hessinnen war es die höchste Schlappe seit der Pleite gegen Potsdam vor zwei Jahren (3:7). "Das ist eine der bittersten Niederlagen unserer Bundesliga-Geschichte", meinte FFC-Manager Siegfried Dietrich unmittelbar nach dem Debakel, blickte aber bereits nach vorne: "Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken."

Weitere Duelle folgen

Potsdam verschaffte sich damit einen psychologischen Vorteil für die folgenden vier Duelle gegen Frankfurt, in denen es in den kommenden sechs Wochen bis Ende Mai um drei Titel geht. Am 29. April treffen die beiden Klubs im DFB-Pokalfinale in Berlin aufeinander. Am 14. Mai stehen sie sich in Potsdam bereits im Rückspiel gegenüber, ehe am 20. und 27. Mai die beiden Finalspiele um den Uefa-Cup folgen.

Die äußerst unglückliche Terminplanung des Duells in fünf Akten binnen sechs Wochen ist dabei nicht nur Potsdam-Coach Schröder ein Dorn im Auge. "Das wäre mit ein bißchen Weitsicht zu vermeiden gewesen, aber die verantwortlichen Stellen haben es nicht hinbekommen", kritisierte Schröder indirekt auch den DFB, der das Bundesliga-Hinspiel wegen des Engagements der beiden Klubs im Uefa-Cup auf Ostersamstag verschoben hatte.

© SID

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