Fußball Bundesliga
Premiere zeigt weiter Bundesliga live

Pay-TV-Sender Premiere wird weiterhin die Bundesliga und 2. Bundesliga live übertragen. Möglich wird dies durch einen Zusammenschluss mit der Deutschen Telekom, die sich die Internet-Rechte von der DFL sicherte.

Die Deutsche Telekom und der Pay-TV-Sender Premiere machen in Zukunft gemeinsame Sache und werden bereits ab der kommenden Saison alle Spiele der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga live via Internet übertragen. Wie Premiere bekannt gab, umfasst die Vereinbarung zunächst die kommenden drei Spielzeiten.

Kofler freut sich über "strategische Allianz"

"Premiere bleibt als Produzent und Veranstalter von Bundesliga live im Spiel. Außerdem schaffen wir über T-Home von T-Online einen schnellen und effizienten Einstieg ins moderne, interaktive Fernsehen", erklärte Premiere-Vorstandsboss Georg Kofler und sprach von einer "strategischen Allianz". Walter Raizner, Telekom-Vorstand für den Bereich Breitband/Festnetz, sieht in der Kooperation einen "weiteren wichtigen Meilenstein zur Erschließung des deutschen Breitbandmarktes".

Das Bonner Telekommunikationsunternehmen, das zuletzt schon mit der Vertragsunterzeichnung von Franz Beckenbauer als Kommentator einen Coup landen konnte, hat entsprechende Sublizenzrechte für Übertragungen im sogenannten Internet Protokoll (IP) Standard an Premiere vergeben. Mit der Live-Bundesliga im neuen Format werden zunächst etwa 3,5 Millionen Kunden anvisiert. Über die Bundesliga hinaus soll das Gesamtprogramm von Premiere ab Sommer als Iptv-Angebot auf der Plattform T-Home von T-Online zu sehen sein.

Premiere wird die Bundesliga-Sendungen redaktionell und medienrechtlich verantworten. Zu empfangen ist das neue Angebot über Iptv-Receiver, die eine Verbreitung von digitalen TV-Signalen in Echtzeit via Internet ermöglichen. Dabei kann Premiere nahezu komplett auf sein erprobtes Team setzen. Chef-Kommentator bleibt Marcel Reif, der seinen Vertrag bis 2008 verlängert hat.

Mit der Zusammenarbeit erhöhen Premiere und die Telekom den Druck auf den neuen Pay-TV-Rechteinhaber arena und könnte zudem die DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh mächtig in die Bredouille bringen. Denn es ist fraglich, ob arena bei fehlender Exklusivität bereit ist, die festgeschriebene Summe von rund 220 Mill. Euro pro Jahr an die DFL zu zahlen. Die Telekom hatte für "nur" 45 Mill. Euro die Internet-Rechte an der Bundesliga bis 2009 erworben.

DFL und arena reagieren gelassen

Bei der DFL und bei arena kommentierte man den Deal von Telekom und Premiere trotzdem gelassen. "Die geplante Zusammenarbeit im Medium Internet findet ausschließlich über die Breitbandnetze der Deutschen Telekom AG statt. Die herkömmliche TV-Verbreitung über Kabel und Satellit ist somit ausgeschlossen. Die Deutsche Telekom AG bewegt sich daher im Rahmen der erworbenen Rechte, der allerdings damit erschöpft ist", hieß es in einer Pressemitteilung der DFL.

"Nichts geändert" hat sich nach Ansicht von arena-Geschäftsführer Dejan Jocic: "Wer Bundesliga live über Kabel und Satellit im Fernsehen sehen will, bekommt das Angebot nur bei uns."

© SID

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