Fußball Bundesliga
Rapolder: "Jeden Morgen steht ein Dummer auf"

Nach der Niederlage in Hamburg hat Trainer Uwe Rapolder vom 1. FC Köln seinen Optimismus nicht verloren. "Wir hätten was mitnehmen können", so der Coach, dem zu einigen Fans allerdings nichts mehr einfällt.

Auch nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz verfällt Trainer Uwe Rapolder vom 1. FC Köln nicht in Panik. "Wir haben ordentlich gespielt", so der Coach, der allerdings für das Verhalten einiger FC-Fans und seines Spielers Alpay weniger Verständnis aufbringt.

Frage: "Herr Rapolder, wie beurteilen Sie die Leistung Ihrer Mannschaft bei der 1:3-Niederlage in Hamburg?"

Uwe Rapolder: "Wir haben eigentlich ordentlich gespielt und versucht, defensiv gut zu stehen. Das Gegentor kurz vor der Pause kam aus dem Nichts. Danach war es dann natürlich schwierig, das Spiel noch zu drehen. Hamburg ist eine starke Mannschaft, die uns auch an einem mittelmäßigen Tag schlagen kann. Wenn wir etwas couragierter aufgetreten wären, hätten wir aber etwas mitnehmen können."

Frage: "Sie und Ihre Mannschaft warten nun bereits seit elf Wochen auf einen Sieg. Wie groß ist der Druck vor dem Nachholspiel am kommenden Dienstag beim MSV Duisburg?"

Rapolder: "In Hamburg mussten wir nicht unbedingt gewinnen. Aber natürlich sind wir durch die Niederlage nun gegen Duisburg unter Zugzwang. Dort müssen wir punkten. Die Spieler müssen selbstbewusst auftreten - Negativserie hin oder her."

Frage: "Für mehr Aufregung als das Spiel sorgten am Samstag zwei Szenen, die eigentlich nichts auf dem Fußballfeld verloren haben. Wie bewerten Sie das Verhalten der Kölner Fans, die den Hamburger Alexander Laas mit einem Wurfgeschoss verletzten?"

Rapolder: "So etwas kenne ich von unseren Fans eigentlich gar nicht. Eigentlich sind sie sehr friedlich und feiern die Mannschaft und sich selbst. Doch scheinbar steht jeden Morgen ein Dummer auf, der dann eine gesamte Gruppe in Verruf bringt. Man sollte unsere Fans jetzt aber nicht pauschal verurteilen."

Frage: "Und was sagen Sie zum Verhalten Ihres Abwehrspielers Alpay, der seinen Gegenspieler Guy Demel in der Halbzeitpause offenbar verbal provozierte und ihm später auf dem Feld den Ellenbogen ins Gesicht rammte?"

Rapolder: "Ich habe es nicht gesehen und war nicht dabei. Wenn aber wieder etwas vorgefallen sein sollte, müssen wir konsequent sein. Wie das aussehen wird, werden wir zwar in Ruhe aber zeitnah entscheiden. Man muss sich im Zaume halten und darf sich nicht so gehen lassen. Wir sind schließlich auch Vorbilder."

Frage: "Können Sie für derartige Entgleisungen noch Verständnis aufbringen?"

Rapolder: "Nein, dafür habe ich kein Verständnis mehr. Wir sind auf dem Fußball- und nicht auf irgendeinem Kriegsschauplatz. Nach den Vorfällen in der Türkei hatte er sich noch einsichtig gezeigt."

© SID

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