Fußball Bundesliga
Rauball: "Die Mannschaft hat Leidenschaft gezeigt"

BVB-Präsident Reinhard Rauball erläutert im Interview die Gründe für die Wende bei Borussia Dortmund. "Die Mannschaft hat Leidenschaft gezeigt", und die Umstellungen von Trainer Doll hätten "allesamt gegriffen".

Dem sportlichen Tiefpunkt in Bielefeld mit dem Fall auf den 17. Tabellenplatz vor zehn Tagen folgte am Samstag der Befreiungsschalg in Aachen. Der 4:1-Auswärtserfolg von Borussia Dortmund auf dem Aachener Tivoli war nicht nur der erste Sieg von Trainer Thomas Doll nach 13 Bundesligaspielen, auch die Art und Weise wie die Westfalen aufgetreten sind, lässt BVB-Präsident Reinhard Rauball positiv in die Zukunft blicken.

Frage: "Herr Rauball, eine Woche nach dem absoluten Tiefpunkt beim 0:1 in Bielefeld und dem Sturz auf Platz 17 hat sich Borussia Dortmund mit einer starken Leistung und dem 4:1 in Aachen am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Wie fällt Ihr Fazit aus?"

Reinhard Rauball: "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie trotz aller Kritik ein Team ist. Und das ist auch das Geheimnis dieses Sieges. Die Mannschaft hat sich selbst geschworen, nicht abzusteigen, und hat das sensationell umgesetzt. Das war genau das richtige Ergebnis zu Ostern. Vor allem hat die Mannschaft Leidenschaft gezeigt."

Frage: "Wie erklären Sie sich diese beiden völlig verschiedenen Gesichter Ihrer Mannschaft innerhalb von einer Woche?"

Rauball: "Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie mit diesem Druck umgegangen ist und welche Einstellung sie in Aachen an den Tag gelegt hat. Vor allem aber muss ich Trainer Thomas Doll ein großes Kompliment machen. Er hat kleine, aber feine Umstellungen vorgenommen, die allesamt gegriffen haben. Da zieht er einfach Tinga von rechts nach links, um ihn auf einer Seite spielen zu lassen mit seinem Landsmann Dede und plötzlich spielte er überragend und hat damit auch gezeigt, warum er mit so vielen Vorschuss-Lorbeeren zu uns gekommen ist."

Frage: "Würden Sie auch die Maßnahme von Thomas Doll, Florian Kringe erst auszusortieren und dann zu begnadigen, als gelungen bewerten?"

Rauball: "Der Trainer und der Sportdirektor haben ein paar Signale gesetzt. Die sind in der Öffentlichkeit teilweise belächelt worden. Aber wenn man gesehen hat, wie Kringe in Aachen gespielt hat, kann das alles so falsch nicht gewesen sein. Der Erfolg gibt ihnen recht."

Frage: "Werden Sie die nun wieder aufkommende Euphorie eher bremsen oder eher schüren?"

Rauball: "Das war unser bestes Spiel in dieser Saison, keine Frage. Aber wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Es ist alles immer noch ganz eng da unten, und am Sonntag gegen Bremen geht es wieder bei 0:0 los. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Klasse halten werden."

Frage: "Einziger Wermutstropfen war die Attacke von Christian Wörns, der zweimal nach seinem Torwart Roman Weidenfeller geschlagen hat. Wie bewerten Sie diese Aktion und befürchten Sie möglicherweise sogar ein Nachspiel durch den Kontroll-Ausschuss des DFB?"

Rauball: "Nein, da befürchte ich nichts. Die beiden haben nach dem Spiel schon wieder nebeneinander in der Kabine gesessen und alles war gut. Nach 90 Minuten ist so etwas vergessen. Diese Szene tut dem guten Gefühl nach diesem Tag jedenfalls keinen Abbruch."

© SID

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