Fußball Bundesliga
Ribery ist Deutschlands Fußballer des Jahres 2008

Franck Ribery ist von Deutschlands Sportjournalisten zum Fußballer des Jahres 2008 gewählt worden. Trainer des Jahres ist Ottmar Hitzfeld, Fußballerin des Jahres Birgit Prinz.

Nach dem Double für die Mannschaft in der vergangenen Saison hat sich Rekordmeister Bayern München auch das Double in den "Einzel-Wettbewerben" gesichert. Der französische Dribbelkünstler Franck Ribery wurde von Deutschlands Sportjournalisten zum "Fußballer des Jahres 2008" gekürt, Ottmar Hitzfeld ist "Trainer des Jahres".

Prinz zum achten Mal in Folge vorn

Bei den Frauen wurde zum achten Mal Birgit Prinz zur Nummer eins gewählt. Die Frankfurterin erfuhr von ihrem Erfolg im fernen Shenyang, wo sie mit der DFB-Auswahl beim 0:0 gegen Brasilien gerade die erste Etappe auf dem Weg zu ihrem olympischen Gold-Traum zurückgelegt hatte.

Ribery wurde dagegen in München informiert. "Das freut mich natürlich sehr. Es ist schön für einen Sportler, auch mal selbst gelobt zu werden. Ich muss aber sagen, dass für mich die Titel, die wir mit der Mannschaft geholt haben, noch wichtiger sind", sagte Ribery, dem als zweiten Ausländer nach dem Brasilianer Ailton (2004) diese Ehre zuteil wurde. Hitzfeld, inzwischen Nationaltrainer der Schweiz, sprach von einem "Traum-Abschied aus der Bundesliga".

Ribery setzte sich bei der seit 1960 stattfindenden und vom Fachmagzin kicker durchgeführten Wahl mit 224 der insgesamt 766 Stimmen deutlich gegen Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack vom FC Chelsea (115) und seinem Bayern-Teamkollegen Luca Toni (108) durch. Hitzfeld (264) gewann klar vor Wolfsburgs Coach Felix Magath (131) und Ralf Rangnick von Aufsteiger 1 899 Hoffenheim (71).

Der momentan verletzte Ribery, Nachfolger des Stuttgarter Torjägers Mario Gomez und noch amtierender Fußballer des Jahres in seinem Heimatland, hat sich die Auszeichnung trotz des enttäuschenden Vorrunden-Aus der Franzosen bei der Euro durch seine überragenden Leistungen in der vergangenen Bundesliga-Saison verdient. Der 25 Jahre alte Mittelfeld-Künstler, der im Sommer 2007 für 25 Mill. von Olympique Marseille nach München gewechselt war, verzauberte die Fans mit seiner trickreichen und spektakulären Spielweise. Zudem sammelte er auch durch seinen Charme und seine Lausbuben-Scherze viele Pluspunkte.

Rummenigge "glücklich und stolz"

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war entsprechend "glücklich und stolz"über die Wahl, bei der in Ribery, Toni, Philipp Lahm (4./69), Oliver Kahn (5./60), Lukas Podolski (9./18) und Bastian Schweinsteiger (10./6) immerhin sechs Bayern-Profis in den Top ten landeten: "Das ist ein einzigartiges Ergebnis und zeigt einmal mehr die Popularität und Qualität unserer Mannschaft."

Dass auch noch Ottmar Hitzfeld zum "Trainer des Jahres 2008" gekürt wurde, rundete die Erfolgsstory für die Bayern ab. Für den 59-Jährigen ist es trotz seiner vielen Auszeichungen eine Premiere. "Das ist sehr schön und macht mich sehr stolz. Ich freue mich sehr. Es ist eine Bestätigung für meine Arbeit", sagte Hitzfeld, der am Mittwoch in der Schweiz von seiner Wahl erfahren hatte, dem sid.

Insgesamt 26 Titel, darunter auch der Weltpokal und die Champions League, hat der gebürtige Lörracher in seiner einzigartigen und knapp 35 Jahre andauernden Karriere als Vereinstrainer gesammelt. Zum Abschluss erreichte er mit den Bayern zum dritten Mal das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg.

Hitzfeld: "Es geht mir richtig gut"

Damit hat Hitzfeld seinem Nachfolger Jürgen Klinsmann, der 2006 "Trainer des Jahres" war, ein schweres Erbe hinterlassen. Jetzt freut er sich auf seine neue Aufgabe als Nationaltrainer der Schweiz - und vor allem auf mehr Lebensqualität: "Ich muss nicht mehr täglich auf den Platz. Ich genieße es. Es geht mir richtig gut."

Die Pokale für den "Trainer des Jahres" und den "Fußballer des Jahres" werden kicker-Chefredakteur Rainer Holzschuh und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert vor dem Saison-Auftakt des FC Bayern gegen den Hamburger SV am 15. August in der Münchner Allianz-Arena überreichen.

© SID

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