Fußball Bundesliga
Robben-Transfer zu Bayern steht kurz bevor

Rekordmeister Bayern München hat offenbar mit der spektakulären Verpflichtung von Arjen Robben auf den schwächsten Saisonstart seit 43 Jahren reagiert und dafür noch einmal tief in die Tasche gegriffen. Florentino Perez, Präsident des bisherigen Robben-Arbeitgebers Real Madrid, bestätigte den Deal gegenüber dem Radiosender Onda Cero.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München reagiert mit dem Millionen-Coup Arjen Robben auf den schwächsten Saisonstart seit 43 Jahren. Bayern-Manager Uli Hoeneß bestätigte am Donnerstag, dass die Verpflichtung des niederländischen Nationalspielers so gut wie perfekt ist. Zuvor hatte Florentino Perez vom bisherigen Robben-Arbeitgeber Real Madrid schon den Trasfer bestätigt, bei der eine Ablösesumme von 25 Mill. Euro fließen soll.

"Mit Real sind wir uns einig. Wenn alles optimal läuft, kommt Robben Freitag auf die Transferliste und wir hoffen, dass er am Samstag gegen Wolfsburg spielen kann", sagte Hoeneß am Rande einer Veranstaltung im Planetarium des deutschen Museums in München. Robben soll einen Vier-Jahres-Vertrag bei den Bayern erhalten. Die Bayern sind mit nur zwei Punkten aus drei Begegnungen in die Spielzeit gestartet und treffen am Samstag auf den deutschen Meister VfL Wolfsburg (18.30 Uhr/live in Sky und Liga total).

Laut Hoeneß befand sich Offensivstar Robben am Donnerstag bereits im Flieger in Richtung der bayerischen Landeshauptstadt und wird sich am Freitag der obligatorischen sportmedizinischen Untersuchung unterziehen. Anschließend seien dann abschließende Verhandlungen zwischen den Verantwortlichen der Bayern sowie Robben und dessen Vater Hans vorgesehen.

Auch Manchester pokerte mit

Robben sagte am Montag vor Journalisten: "Ich muss auch an mich denken und Bayern München hat mich wissen lassen, dass ich dort mehr als willkommen bin." Ursprünglich war erwartet worden, dass die Bayern eher noch in einen Torhüter und einen Defensivspieler investieren und nicht in die ohnehin schon üppig besetzte Offensive. Im Laufe des Tages sickerten erste Details des Coups durch. Demnach soll Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit Real-Boss Perez und Robbens Vater den Deal eingefädelt haben.

Manchester United war auch an dem flinken Techniker interessiert, soll aber laut der Zeitung "Sun" nur 12,5 Mill. Euro geboten haben. Der 25-Jährige war 2007 für 36 Mill. Euro vom FC Chelsea zu Real Madrid gewechselt, hatte dort mit Blick auf die Zugänge von Weltfußballer Cristiano Ronaldo oder Kaka aber keine Perspektive mehr.

Gerüchte um Ribery flammen neu auf

Die spanische Zeitung As vermutete zudem, dass der Robben-Transfer zu Bayern München den Weg für Real zu der in diesem Sommer noch gescheiterten Verpflichtung von Franck Ribery ebnen könnte. Der französische Superstar, für den Real bis zu 80 Mill. Euro geboten haben soll, könnte demnach im kommenden Sommer zu den "Königlichen" wechseln. Ribery ("Wenn ich gehen würde, dann nur zu Real") besitzt bei Bayern noch einen Vertrag bis 2011 und würde dem deutschen Rekordmeister in diesem Fall noch eine Ablösesumme einbringen.

Falls der Robben-Transfer in genannter Dimension über die Bühne geht, hätte der Klub des neuen Trainers Louis van Gaal insgesamt stolze 75 Mill. Euro für insgesamt acht Neuverpflichtungen ausgegeben. Die bisherigen Neuzugänge wie 35-Millionen-Euro-Mann Mario Gomez, Anatolij Timoschtschuk oder Danijel Pranjic schlugen bisher jedoch nicht so ein, weshalb der in der Bundesliga noch sieglose Coach nach dem blamablen 1:2 bei Mainz 05 bereits in die Kritik geraten ist.

Der Niederländer hatte zuvor erklärt, dass die Neu-Sortierung des Personals ein wichtiger Bestandteil seiner Philosophie sei: "Ich hatte fast noch keinen Einfluss auf die Spielerkäufe bei Bayern und ich habe das Team noch nicht personell nach meinen Vorstellungen durchmischen können." Angeblich will van Gaal das Team für die kommende Spielzeit auf bis zu acht Positionen verändern. Mit Robben hat nunmehr schon drei Landsleute an Bord - denn in Kapitän Mark van Bommel und Neuzugang Edson Braafheid stehen bereits zwei Niederländer im Kader.

© SID

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