Fußball Bundesliga
Roth: "Hat unserem Image schwer geschadet"

Rund 20 Minuten war die Bundesliga-Begegnung zwischen Frankfurt und Nürnberg am Samstag unterbrochen. Nach dem Spiel sprach "Club"-Präsident Michael A. Roth über das Geschehene.

Aufgrund von Ausschreitungen während des Bundesligaspiels zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Nürnberg (1:3) stand die Partie am Samstag kurz vor dem Abbruch. Nach der Begegnung sprach Nürnbergs Präsident Michael A. Roth über die Geschehnisse in der Commerzbank-Arena.

Frage: "Herr Roth, Sie sind durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Wie dicht stand das Spiel nach der 20-minütigen Unterbrechung vor dem Abbruch?"

Michael A. Roth: "Es stand Spitz auf Knopf. Ein Abbruch und die möglicherweise verlorenen Punkte wären das Schlimmste für uns gewesen. Ich bin froh, dass in der zweiten Halbzeit dann doch alles noch normal über die Bühne ging. Insgesamt war das trotzdem alles höchstpeinlich und hat unserem Image schwer geschadet. Das war eine Katastrophe."

Frage: "Nach dem Abbruch haben Sie die eigenen Fans höchstpersönlich ermahnt und gewarnt. Als lebender Schutzschild haben Sie sich in der zweiten Halbzeit vor den Nürnberger Block gestellt. Hatten Sie Angst?"

Roth: "Nein, ich habe doch den größten Teil meines Lebens schon hinter mir. Nach der Unterbrechung war ich erst einmal geschockt. Dann bin ich durch die Stadiongänge über Umwege Richtung Kurve gegangen. Ich habe das gemacht, damit diese Fans zur Vernunft kommen. Es gab da wohl Spannungen zwischen zwei Fangruppen."

Frage: "Welche Auswirkungen und Strafen befürchten Sie nach den Zwischenfällen?"

Roth: "Ich erwarte eine Geldstrafe. Bitter ist auch, dass wir jetzt an zwei Baustellen arbeiten müssen: Im Rennen um den Klassenerhalt und an der Wiedergutmachung nach dieser Aktion. Aber das sind eben nicht lauter Studierte auf den Rängen, sonst würde so etwas nicht passieren."

Frage: "Wie lassen sich in Zukunft solche Aktionen von solchen Chaoten verhindern?"

Roth: "So etwas kann man nicht verhindern. Es gibt immer Gruppen, die unberechenbar sind. Wenn wir wüssten, wer die Täter sind, würden wir natürlich etwas tun. Aber so ist das schwierig. Aber eins ist klar: Wer dem Verein schaden will, der soll sich fern halten von Spielen."

Frage: "Können Sie sich trotzdem über den ersten Erfolg nach zuvor zehn Spielen ohne Sieg freuen?"

Roth: "Ja, ich genieße es. Dieser Sieg war vielleicht das Überleben. Schon im Uefa-Cup und gegen Bayern München haben wir gut gespielt. Wenn wir das fortsetzen, werden wir aus dem Abstiegsstrudel herauskommen."

© SID

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