Fußball Bundesliga
Roth nimmt Schiedsrichter Brych in Schutz

Die Kritik an Schiedsrichter Felix Brych war nach dem kuriosen Tor des VfL Bochum in der Partie bei Eintracht Frankfurt groß. Doch Volker Roth weist die Kritik am Referee zurück.

Nach dem kuriosen Freistoßtor durch Mimoun Azaouagh vom VfL Bochum im Bundesliga-Spiel am Samstag bei Eintracht Frankfurt (1:1) hat Referee Felix Brych viel Kritik einstecken müssen. Doch Volker Roth, der Schiedsrichterausschuss-Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), nahm den Schiedsrichter nun in Schutz: "Er hat völlig korrekt gehandelt."

"Da es in dieser Situation, die zum direkten Freistoß geführt hatte, keine Gelbe Karte gab, konnte Brych das Spiel mit einer Handbewegung fortsetzen und musste den Ball nicht durch einen Pfiff wieder freigeben", erklärte Roth am Sonntag auf sid-Anfrage, "Der Unparteiische muss dann auch nicht warten, bis eine Mauer gestellt wurde, wenn der Schütze diese nicht gefordert hat."

Nikolov: "Weiß nicht, was da los ist"

Azaouagh hatte den Freistoß, der durch ein Handspiel des Frankfurters Junichi Inamoto entstanden war, schnell ausgeführt und direkt zum Endstand verwandelt (67.). Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel und -Keeper Oka Nikolov hatten unmittelbar nach der Partie die Korrektheit des Tores angezweifelt. "Er hat den Schützen gefragt, ob er eine Mauer braucht, und der Schütze sagt nein. Dann sagt er, dann schieß doch. Dann weiß ich wirklich nicht, was da los ist", zeigte Nikolov sein Unverständnis über das Gespräch zwischen Brych und Azaouagh.

Brych hatte die Situation bereits am Samstagabend als regelkonform dargestellt. "Der Ball muss nicht freigegeben werden, denn der Freistoß ist ein Vorteil für die Mannschaft, die ihn bekommen hat. Er muss nur freigegeben werden, wenn zuvor Gelb gezeigt wurde oder vom Schützen eine Mauer gefordert wird", meinte der Münchner. Auch wenn der Unparteiische auf Geheiß des Schützen den Abstand zwischen Ball und Mauer (9,15 Meter) kontrolliert und/oder korrigiert, muss das Spiel danach mit einem Pfiff wieder freigegeben werden.

© SID

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