Fußball Bundesliga
Rummenigge: "Der Fußball ist krank"

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat sich erneut für die Einführung einer Gehaltsobergrenze im europäischen Vereinsfußball ausgeprochen.

Karl-Heinz Rummenigge will den europäischen Vereinsfußball umkrempeln. Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender hat sich erneut für die Einführung einer Gehaltsobergrenze im europäischen Vereinsfußball stark gemacht. "Der Fußball ist krank. Ich habe eine Statistik gelesen, dass 85 Prozent der Profiklubs defizitär wirtschaften. So würde er wieder gesünder", sagte Rummenigge dem kicker.

Rummenigge regte an, dass nur noch ein "festgeschriebener Satz von 50, 55 Prozent des Gesamtumsatzes" der Klubs in Spielergehälter investiert werden dürfe. In Uefa-Präsident Michel Platini glaubt Rummenigge, einen Befürworter dieses Plans gefunden zu haben. Der Franzose sei "beim Salary Cap, der Gehaltsobergrenze, unserer Meinung. Wird der endlich eingeführt, wird der Fußball in Europa wieder gerechter".

Rummenigge lobte Platini darüber hinaus als guten Präsidenten, "weil er aus dem Fußball kommt und die Dinge nicht aussitzt wie ein Politiker. Was er ändern will, ändert er. Für uns Vereine gibt es mit ihm eine neue Welt."

Die von Platini befürwortete Quotenregelung 6+5, nach der alle Klubs sechs einheimische Spieler in ihrer Startelf haben müssten, hält Rummenigge nicht für erforderlich. Bei der EM werde der Beweis erbracht, dass die Nationalmannschaften auch ohne die Hilfe dieser Regelung auf einem hohen Niveau spielte, die Quote sei deshalb zur Stärkung der Nationalmannschaften nicht erforderlich, wird Rummenigge in einer Pressemitteliung der Bayern zitiert.

In seiner Funktion als Vorsitzender der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) weilte der Bayern-Boss am Mittwoch zu Gesprächen mit EU-Kommissar Vladimir Spidla in Brüssel. Dabei wurde die ECA als Arbeitgeberverband offiziell anerkannt. Rummenigge nannte das einen "großen Erfolg".

© SID

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