Fußball Bundesliga
Rutten: "Es gibt nicht nur einen Weg zum Erfolg"

Fred Rutten ist am Mittwoch als künftiger Trainer von Schalke 04 vorgestellt worden. "Ich hatte sofort das Gefühl, dass Schalke der richtige Verein für mich ist", erklärte der Niederländer.

Mit einem neuen Trainer will Schalke 04 in der kommenden Spielzeit erneut den Kampf um die deutsche Meisterschaft in Angriff nehmen. Im Interview äußert sich der Niederländer Fred Rutten unter anderem zur neuen Aufgabe, seinem derzeitigen Klub Twente Enschede und Landsmann Huub Stevens.

Frage: "Herr Rutten, Sie haben sich bei Twente Enschede, wo Sie insgesamt 25 Jahre lang gespielt und gearbeitet haben, einen Namen gemacht. Warum wechseln Sie zur kommenden Saison zu Schalke 04?"

Fred Rutten: "Ich bin stolz, in einer großen Liga mit einem sehr großen Verein arbeiten zu dürfen. Schalke passt zu mir, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam in der Zukunft einige Schritte nach vorne machen können. Das Vertrauen, das ich hier bekomme, ist groß. Schalke war sehr an mir interessiert, und ich hatte sofort das Gefühl, dass Schalke der richtige Verein für mich ist."

Frage: "Welche Ziele haben Sie mit Schalke?"

Rutten: "Schalke ist ein Traditionsklub, der immer oben stehen will. Ich will dabei mithelfen. Ich kenne die Mannschaft noch nicht, und man muss immer realistisch bleiben, aber grundsätzlich ist im Fußball immer alles möglich."

Frage: "Ihr Vertrag beginnt am 1. Juli, vorher wollen Sie Twente noch in die Champions-League-Qualifikation führen..."

Rutten: "Ich fühle mich Twente verpflichtet. Der Klub liegt mir am Herzen, und ich möchte dort alles zu einem guten Ende bringen. Twente zu verlassen, fällt mir sehr schwer. Aber ich glaube, dass ich etwas hinterlasse, mit dem der Verein gut weiterarbeiten kann."

Frage: "Sie sind ein Verfechter des 4-3-3-Systems. Wird es auch künftig auf Schalke zu sehen sein?"

Rutten: "Zunächst einmal muss ich die Mannschaft analysieren. Grundsätzlich muss man immer flexibel bleiben. Es gibt nicht nur einen Weg zum Erfolg. Der Teamgeist ist sehr wichtig, und Regeln müssen sein, sonst kann eine Mannschaft nicht erfolgreich sein."

Frage: "Wie gut kennen Sie den deutschen Fußball?"

Rutten: "Er hat mich immer interessiert. Jedem Trainer tut es gut, über die Grenzen zu schauen."

Frage: "Mirko Slomka hat mit Schalke das Viertelfinale der Champions League erreicht. Sie treten in große Fußstapfen, oder?"

Rutten: "Er hat gute Arbeit gemacht. Ich hoffe, wir werden das auch erreichen - und vielleicht ein bisschen mehr."

Frage: "Werden Sie schon in die Arbeit der Interimstrainer Mike Büskens und Youri Mulder eingreifen?"

Rutten: "Beide sind fachlich sehr gut und in der Lage, die Ziele zu erreichen. Ich glaube nicht, dass ich mich um viel Kontakt bemühen muss."

Frage: "Wie intensiv war zuletzt der Kontakt zu Mulder, der schon als Ihr Assistent in Enschede gearbeitet hat?"

Rutten: "Er hat mich verrückt gemacht."

Frage: "Einer Ihrer Vorgänger auf Schalke ist Huub Stevens, mit dem Sie auch den Berater teilen. Werden Sie ihn um Rat fragen?"

Rutten: "Huub hat ein blaues Herz. Ich werde sicher im kommenden Monat mit ihm reden."

Frage: "Was sagt Ihre Familie zu Ihrem Wechsel, werden Sie zwischen Enschede und Gelsenkirchen pendeln?"

Rutten: "Ich spreche nie öffentlich über meine Familie, nur über Fußball. Ich werde sicher nicht jeden Tag nach Hause fahren. Ich fühle mich verantwortlich für meinen neuen Verein, und das bedeutet jede Menge Arbeit."

© SID

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